Adidas: Der schamlose MilliardenkonzernÜber Haltung in der KriseIn Krisenzeiten zeigt sich der wahre Charakter – von Menschen, aber auch von Unternehmen. Adidas hat mit der Mietverweigerung einen gierigen und schamlosen Charakter offenbart. Peinlich! Heuchlerisch! Zynisch! Unverschämt! Und während die Kommunikationsabteilung nun zurückrudert und sich kleinlaut öffentlich entschuldigt, haben andere Unternehmen von vornherein Haltung und Solidarität gezeigt, wie das Münchner Unternehmen FLSK und die Personalkooperation von McDonalds und Aldi beweisen.An Ruchlosigkeit nicht zu überbietenDas Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19 Pandemie erlaubt Mietvertragsabbrüche, mit Verweis auf die Umstände. So weit, so gut. Eine notwendige Lösung vonseiten der Regierung für betroffene Unternehmen. Doch wenn sich die Unternehmen mit den fettesten Geldpolstern von diesem Gesetz adressiert fühlen, sich sofort in die vorderste Reihe zwängen und „ich, ich, ich“ blöken, platzt mir der Kragen! Adidas wollte die Kosten einfach an die Vermieter weiterreichen und damit eine negative Kettenreaktion in Gang setzen – das Gegenteil der Idee des Gesetzes. Das ist heuchlerisch und ruchlos! Denn: Der Konzern zählt nicht zu den notdürftigsten Unternehmen der Republik.Adidas‘ Schande in Zahlen Kurz zur Veranschaulichung: 2019 erzielte Adidas einen Umsatz von 23,6 Milliarden Euro und einen Gewinn von knapp 2 Milliarden Euro. Spitzenwert. Für das Geschäftsjahr 2019 erhalten die Aktionäre im Mai 2020 eine Dividendenausschüttung von 752 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigung von knapp 40 Prozent im Vergleich zu 2018. Auf seiner Investor-Relations-Seiteberichtete Adidas außerdem: „Am 7. Januar 2020 gab die adidas AG den Beginn der dritten Tranche des Aktienrückkaufprogramms bekannt. Im Zeitraum bis zum 31. Dezember 2020 sollen eigene Aktien der Gesellschaft zu Anschaffungskosten von bis zu 1 Mrd. € […] zurückgekauft werden.“Wow! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Am 7. Januar, also als Corona schon ein ernstes Thema für die Wirtschaft war, nimmt der Konzern mal eben eine Milliarde Euro in die Hand, um Aktien zurückzukaufen – aber für Miete ist keine Kohle da? Das ist unter aller Sau! Die Verantwortlichen von Adidas sollten sich allesamt die Toilette herunterspülen. Ein altes deutsches Sprichwort sagt: „Es ist eine Schande, schamlos zu sein“. Das Verhalten von Adidas ist ein Musterbeispiel von Schande, Schamlosigkeit und fataler Markenführung. Ekelhaft.FLSK und PUMA: Haltung und AnstandZum Vergleich: Adidas-Konkurrent Puma setzt die Dividende aus – der Vorstand verzichtet im April zu 100 Prozent auf sein Gehalt. Aber auch kleinere Unternehmen zeigen Haltung und einen anständigen Charakter. Zum Beispiel der Trinkflaschenhersteller FLSK aus München. In einem Schreiben an seine Kunden ruft das Unternehmen zu Solidarität mit ihren Partner-Händlern auf, die von der Krise bedroht sind. Support your local Dealer! Kunden, die eine der hochwertigen Thermoflaschen online bestellen, können den lokalen Händler ihrer Wahl aussuchen. Dieser erhält dann 25 Prozent des Kaufpreises von FLSK. Das ist Solidarität.Außerdem zahlt FLSK seine Miete weiter wie bisher, gewährt seinen Händlern längere Zahlungsziele und zahlt seine Handelsvertreter pünktlich. FLSK-Geschäftsführer Quentin Pratley sagt dazu: „Die Corona-Krise trifft uns alle. Anstatt jetzt daraus Profit zu schlagen oder Krisengesetze für sich zu missbrauchen, sollten wir den Schulterschluss suchen und zusammenrücken. Unsere Haltung dazu ist deutlich: Wir möchten unsere Geschäftspartner unterstützen, wo wir können, um die Krise gemeinsam zu durchstehen“. Ein schönes Beispiel von Anstand in der Krise.Aldi und McDonaldsÄhnlich wie FLSK zeigen auch Aldi und McDonalds auf kreative Weise ihre solidarische Haltung. Gemeinsam haben die beiden Unternehmen eine Personalpartnerschaft ins Leben gerufen. McDonalds stellt Aldi Personal zur Verfügung, um genügend Kapazitäten für die massive Nachfrage an Lebensmitteln zu haben. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Die McDonalds-Mitarbeiter erhalten weiterhin volles Gehalt. McDonalds muss diese Leute nicht in Kurzarbeit schicken. Und Aldi hat genug Personal. Eine tolle branchenübergreifende Solidaritätsgemeinschaft.Adidas: Unprofessionalität und Gier FLSK, Aldi und McDonalds sind nur einige Beispiele, was Solidarität in Krisenzeiten bedeutet. Ohne großen Aufwand und ohne großes Trara haben diese Unternehmen Wege gefunden, wie sie ihre Partner, Mitarbeiter oder gar branchenfremde Unternehmen durch die Krise begleiten können. Adidas hat dagegen nur eigennützig gehandelt. Damit hat das Unternehmen (s)eine gierige Fratze offenbart – und das Marken-Image stark beschädigt. Adidas hat in Punkto Krisenmanagement auf ganzer Ebene versagt und sich lächerlich gemacht. Weit entfernt von Professionalität. Aus PR-Sicht ein absolutes Eigentor. Das „Golden Goal“ aller PR-Eigentore überhaupt. Pfui, Adidas: Vom deutschen Vorzeigekonzern zum gierigen Missbraucher der Krisengesetzte. Das ist ein wirklich tiefer Fall.In Krisenzeiten zeigt sich der wahre Charakter:Von Menschen wie von Unternehmen.Haltung zeigen!www.aycon.biz
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In Krisenzeiten zeigt sich der wahre Charakter – von Menschen, aber auch von Unternehmen. Adidas hat mit der Mietverweigerung einen gierigen und schamlosen Charakter offenbart. Peinlich! Heuchlerisch! Zynisch! Unverschämt! Und während die Kommunikationsabteilung nun zurückrudert und sich kleinlaut öffentlich entschuldigt, haben andere Unternehmen von vornherein Haltung und Solidarität gezeigt, wie das Münchner Unternehmen FLSK und die Personalkooperation von McDonalds und Aldi beweisen.
:devider:
An Ruchlosigkeit nicht zu überbieten
Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19 Pandemie erlaubt Mietvertragsabbrüche, mit Verweis auf die Umstände. So weit, so gut. Eine notwendige Lösung vonseiten der Regierung für betroffene Unternehmen. Doch wenn sich die Unternehmen mit den fettesten Geldpolstern von diesem Gesetz adressiert fühlen, sich sofort in die vorderste Reihe zwängen und „ich, ich, ich“ blöken, platzt mir der Kragen! Adidas wollte die Kosten einfach an die Vermieter weiterreichen und damit eine negative Kettenreaktion in Gang setzen – das Gegenteil der Idee des Gesetzes. Das ist heuchlerisch und ruchlos! Denn: Der Konzern zählt nicht zu den notdürftigsten Unternehmen der Republik.
:devider:
Adidas‘ Schande in Zahlen
Kurz zur Veranschaulichung: 2019 erzielte Adidas einen Umsatz von 23,6 Milliarden Euro und einen Gewinn von knapp 2 Milliarden Euro. Spitzenwert. Für das Geschäftsjahr 2019 erhalten die Aktionäre im Mai 2020 eine Dividendenausschüttung von 752 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigung von knapp 40 Prozent im Vergleich zu 2018. Auf seiner Investor-Relations-Seiteberichtete Adidas außerdem: „Am 7. Januar 2020 gab die adidas AG den Beginn der dritten Tranche des Aktienrückkaufprogramms bekannt. Im Zeitraum bis zum 31. Dezember 2020 sollen eigene Aktien der Gesellschaft zu Anschaffungskosten von bis zu 1 Mrd. € […] zurückgekauft werden.“Wow! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Am 7. Januar, also als Corona schon ein ernstes Thema für die Wirtschaft war, nimmt der Konzern mal eben eine Milliarde Euro in die Hand, um Aktien zurückzukaufen – aber für Miete ist keine Kohle da? Das ist unter aller Sau! Die Verantwortlichen von Adidas sollten sich allesamt die Toilette herunterspülen. Ein altes deutsches Sprichwort sagt: „Es ist eine Schande, schamlos zu sein“. Das Verhalten von Adidas ist ein Musterbeispiel von Schande, Schamlosigkeit und fataler Markenführung. Ekelhaft.
:devider:
FLSK und PUMA: Haltung und Anstand
Zum Vergleich: Adidas-Konkurrent Puma setzt die Dividende aus – der Vorstand verzichtet im April zu 100 Prozent auf sein Gehalt. Aber auch kleinere Unternehmen zeigen Haltung und einen anständigen Charakter. Zum Beispiel der Trinkflaschenhersteller FLSK aus München. In einem Schreiben an seine Kunden ruft das Unternehmen zu Solidarität mit ihren Partner-Händlern auf, die von der Krise bedroht sind. Support your local Dealer! Kunden, die eine der hochwertigen Thermoflaschen online bestellen, können den lokalen Händler ihrer Wahl aussuchen. Dieser erhält dann 25 Prozent des Kaufpreises von FLSK. Das ist Solidarität.Außerdem zahlt FLSK seine Miete weiter wie bisher, gewährt seinen Händlern längere Zahlungsziele und zahlt seine Handelsvertreter pünktlich. FLSK-Geschäftsführer Quentin Pratley sagt dazu: „Die Corona-Krise trifft uns alle. Anstatt jetzt daraus Profit zu schlagen oder Krisengesetze für sich zu missbrauchen, sollten wir den Schulterschluss suchen und zusammenrücken. Unsere Haltung dazu ist deutlich: Wir möchten unsere Geschäftspartner unterstützen, wo wir können, um die Krise gemeinsam zu durchstehen“. Ein schönes Beispiel von Anstand in der Krise.
:devider:
Aldi und McDonalds
Ähnlich wie FLSK zeigen auch Aldi und McDonalds auf kreative Weise ihre solidarische Haltung. Gemeinsam haben die beiden Unternehmen eine Personalpartnerschaft ins Leben gerufen. McDonalds stellt Aldi Personal zur Verfügung, um genügend Kapazitäten für die massive Nachfrage an Lebensmitteln zu haben. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Die McDonalds-Mitarbeiter erhalten weiterhin volles Gehalt. McDonalds muss diese Leute nicht in Kurzarbeit schicken. Und Aldi hat genug Personal. Eine tolle branchenübergreifende Solidaritätsgemeinschaft.
:devider:
Adidas: Unprofessionalität und Gier
FLSK, Aldi und McDonalds sind nur einige Beispiele, was Solidarität in Krisenzeiten bedeutet. Ohne großen Aufwand und ohne großes Trara haben diese Unternehmen Wege gefunden, wie sie ihre Partner, Mitarbeiter oder gar branchenfremde Unternehmen durch die Krise begleiten können. Adidas hat dagegen nur eigennützig gehandelt. Damit hat das Unternehmen (s)eine gierige Fratze offenbart – und das Marken-Image stark beschädigt. Adidas hat in Punkto Krisenmanagement auf ganzer Ebene versagt und sich lächerlich gemacht. Weit entfernt von Professionalität. Aus PR-Sicht ein absolutes Eigentor. Das „Golden Goal“ aller PR-Eigentore überhaupt. Pfui, Adidas: Vom deutschen Vorzeigekonzern zum gierigen Missbraucher der Krisengesetzte. Das ist ein wirklich tiefer Fall.
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AYCON Associate PartnerAssociate Partner (m/w/d) – Turnaround, Wachstum & TransformationAYCON Management Consulting | Deutschland | hybrid / nach AbspracheDu hast Verantwortung getragen, wenn es wirklich gezählt hat.AYCON - die AYCON Management Consulting GmbH, gegründet 2005 - ist eine Boutique für Premium Executive Interim Management und Management Consulting. Wir unterstützen Unternehmen in Sondersituationen: Stabilisierung, Restrukturierung, Repositionierung, Wachstum und Sales Excellence.Um AYCON gezielt zu verstärken und breiter aufzustellen, suchen wir eine unternehmerisch denkende Persönlichkeit als Associate Partner mit klarer Expertise, Substanz in der Umsetzung und Freude an gemeinsamer Geschäftsentwicklung.Deine MissionAls Associate Partner ergänzt du AYCON um eine klare fachliche und/oder Branchen-Expertise und baust diese gemeinsam mit uns sichtbar aus. Du arbeitest eng mit dem Gründer und dem Umfeld aus Beirat/Netzwerk zusammen und übernimmst Verantwortung in drei Feldern:Client Impact & DeliveryFührung kritischer Beratungs-, Turnaround- und Wachstumsprojekte (End-to-End).Sparring auf C-Level, Entscheidungs- und Umsetzungsbegleitung mit hoher Ergebnisorientierung.Business Development & WachstumGemeinsame Akquise und Entwicklung von Mandaten, vom Erstkontakt bis zum Abschluss.Aufbau eines belastbaren eigenen Pipelinesegments in deinem Schwerpunkt.Positionierung über Thought Leadership, Netzwerk und Referenzen.Aufbauarbeit & TeamWeiterentwicklung von Angeboten, Methoden, Toolkits und Standards.Coaching/Mentoring im Team und Beitrag zur Professionalisierung der Delivery.Perspektive: Bei beiderseitigem Fit ist mittelfristig eine Partnerschaft bei AYCON ausdrücklich denkbar.Wen wir suchen (Profil)Du bist kein “Karriereschritt-Suchender”, sondern eine unternehmerische Führungspersönlichkeit mit Track Record.Erfahrung: mindestens 10 Jahre, idealerweise 15+ Jahre relevante Berufs- und Führungserfahrung (Industrie, Beratung, Interim, PE-nah, Transformation).Führung & Ergebnisse: nachweisbare Verantwortung in signifikanten Leitungsfunktionen oder als Programm-/Projektverantwortliche Person für komplexe Vorhaben (z. B. Turnaround, Performance, Wachstum, Reorg, PMO/Transformation, Sales).Expertise: starke Kombination aus Industrie-/Branchenkenntnis und funktionalem Know-how (z. B. Commercial/Sales, Operations, Finance/Performance, Transformation, Restrukturierung).Executive Presence: du kannst mit Entscheiderkreisen auf Augenhöhe arbeiten, Klartext sprechen und Commitment erzeugen.Entrepreneurial Drive: du denkst in Chancen, baust Beziehungen auf, bringst Mandate mit oder entwickelst sie systematisch.Arbeitsweise: hohe Umsetzungsstärke, Verlässlichkeit, Tempo und Qualitätsanspruch.Was dich bei AYCON erwartetBoutique mit Anspruch: anspruchsvolle Mandate in Sondersituationen, in denen Wirkung zähltSichtbarkeit & Bühne: Positionierung über Mandate, Inhalte, Netzwerk und AYCON-Plattform.Unternehmerischer Gestaltungsspielraum: du prägst Angebote, Marktansprache und Delivery-Standards aktiv mit.Onboarding & schnelle Wirksamkeit: strukturiertes Onboarding in das AYCON- und Ameritum-Ökosystem sowie Kunden- und Partnernetzwerk. Fachlich setzen wir auf deine vorhandene Seniorität – du bist schnell eigenständig lauffähig, gemeinsam strukturieren wir die Akquise erster eigener Projekte.Exklusives Netzwerk (AYCON + Ameritum): Zugang zu einem starken Experten- und Entscheider-Netzwerk mit extrem breitem Know-how zur Unterstützung von Beratungs-, Turnaround- und Restrukturierungsprojekten. Wichtig: Wir suchen niemanden, der nur “wegen des Netzwerks” kommt – du jagst Mandate aktiv und nutzt das Netzwerk, um Wirkung zu verstärken.Direkter Zugang: kurze Wege, direkter Draht zum Gründer und relevanten Entscheidungsträgern.Klare Werte & Haltung: AYCON steht für hohe Leistungsbereitschaft, Integrität und Ergebnisorientierung.Rahmen & ZusammenarbeitStart: nach VereinbarungStandort: Deutschland (hybrid, Reise nach Bedarf)Zuschnitt: Vollzeit oder senior-flexibel nach Profil; Zusammenarbeit als Festanstellung oder partnerschaftliches Modell nach Absprache (je nach Setup)Interesse?Sende bitte CV oder LinkedIn-Profil sowie ein kurzes Profil zu deinem Schwerpunkt (Branche/Funktion) und 2–3 Beispielen relevanter Ergebnisse.Mehr über AYCON: www.aycon.biz
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AYCON Management Consulting GmbH - Wir unterstützen Unternehmen in Sondersituationen:
Stabilisierung, Restrukturierung, Repositionierung, Wachstum und Sales Excellence.
Wenn Strategie zu Geld wird
Ein Gespräch mit Dr. Dietrich Schramm über leistungsorientierte Entlohnung
Viele Unternehmen investieren erhebliche Energie in Bonusmodelle, Zielsysteme und variable Vergütung. Dennoch bleibt die gewünschte Wirkung häufig aus. Warum das so ist, erläutert Dr. Dietrich Schramm, Beirat der EICON Management Consulting GmbH, im Gespräch mit Ulvi Aydin. Seine zentrale These: Leistungsorientierte Entlohnung funktioniert nur dann, wenn sie konsequent aus der Unternehmensstrategie abgeleitet wird.
„Leistungsorientierte Entlohnung ist die Übersetzung der Strategie in Geld.“
Ulvi Aydin:
Dietrich, du hast einmal einen Satz formuliert, der häufig zitiert wird:
„Leistungsorientierte Entlohnung ist die Übersetzung der Strategie in Geld.“
Was steckt hinter dieser Aussage?
Dr. Dietrich Schramm:
Der Satz beschreibt einen einfachen, aber oft übersehenen Zusammenhang. Strategie definiert, wohin sich ein Unternehmen entwickeln will und welche Leistungen dafür entscheidend sind. Leistungsorientierte Entlohnung übersetzt genau diese Prioritäten in konkrete finanzielle Anreize.
Vergütungssysteme sind deshalb kein administratives Instrument der Personalabteilung. Sie sind ein Führungsinstrument. Sie machen sichtbar, wofür sich Leistung im Unternehmen tatsächlich lohnt.
Vergütung als Signal für Verhalten
Ulvi Aydin:
Das bedeutet also, dass Vergütungssysteme letztlich Verhalten steuern?
Dr. Dietrich Schramm:
Ja. Menschen orientieren ihr Verhalten nicht nur an Strategiepapiere oder Zielvereinbarungen. Sie orientieren sich auch an den Anreizstrukturen einer Organisation.
Was belohnt wird, erhält Aufmerksamkeit.
Was nicht belohnt wird, verliert an Bedeutung.
Vergütungssysteme senden daher immer ein Signal. Sie zeigen sehr klar, welches Verhalten im Unternehmen tatsächlich erwünscht ist.
Warum viele Bonusmodelle scheitern
Ulvi Aydin:
Trotzdem funktionieren viele leistungsorientierte Vergütungssysteme in der Praxis nicht besonders gut. Woran liegt das?
Dr. Dietrich Schramm:
In den meisten Fällen liegt das Problem nicht im Vergütungsmodell selbst. Es liegt in der Strategie.
Viele Organisationen versuchen, komplexe Bonusmodelle zu entwickeln, ohne vorher klar zu definieren, welche Leistungen für ihren strategischen Erfolg entscheidend sind. Dann entstehen Vergütungssysteme, die Aktivitäten belohnen, aber nicht unbedingt Wert schaffen.
Das Ergebnis sind häufig widersprüchliche Anreize.
Ohne Strategie keine sinnvolle Entlohnung
Ulvi Aydin:
Das heißt, eine leistungsorientierte Entlohnung kann nur auf einer klaren Strategie aufbauen?
Dr. Dietrich Schramm:
Genau. Eine kluge Entlohnung braucht ein solides strategisches Fundament.
Wenn ein Unternehmen nicht klar definiert hat, welche Leistungen für seinen Erfolg entscheidend sind, kann es diese Leistungen auch nicht sinnvoll honorieren.
In solchen Situationen optimieren Menschen häufig einzelne Kennzahlen, ohne dass ihr Verhalten tatsächlich zur langfristigen Entwicklung des Unternehmens beiträgt.
Die Verbindung zu Selbstverantwortung
Ulvi Aydin:
Viele Organisationen sprechen heute über Selbstverantwortung und unternehmerisches Denken der Mitarbeitenden. Welche Rolle spielt Vergütung in diesem Zusammenhang?
Dr. Dietrich Schramm:
Selbstverantwortung entsteht nicht durch Appelle oder Leitbilder. Sie entsteht durch Klarheit.
Menschen müssen verstehen, welchen Beitrag sie leisten sollen und warum dieser Beitrag wichtig ist. Ein konsistentes Vergütungssystem kann diese Klarheit unterstützen.
Wenn Leistung, Verantwortung und strategische Zielerreichung miteinander verbunden sind, entsteht Orientierung. Mitarbeitende erkennen, welche Entscheidungen im Sinne des Unternehmens sind und welche Beiträge tatsächlich Wirkung entfalten.
Führung beginnt bei strategischer Klarheit
Ulvi Aydin:
Wenn du deine Erfahrung aus vielen Jahren Beratung zusammenfasst: Wo beginnt gute leistungsorientierte Entlohnung?
Dr. Dietrich Schramm:
Sie beginnt nicht im Vergütungsmodell. Sie beginnt bei der Strategie.
Viele Unternehmen konzentrieren sich zu früh auf Bonusstrukturen oder Kennzahlen. Die entscheidende Frage lautet jedoch zuerst: Welche Leistungen schaffen für uns wirklich Wert?
Wenn diese Frage beantwortet ist, lässt sich auch ein Vergütungssystem entwickeln, das Leistung sinnvoll honoriert.
Oder anders gesagt:
Leistungsorientierte Entlohnung ist nicht der Ausgangspunkt der Steuerung – sondern ihre Konsequenz.
Fazit
Der Zusammenhang zwischen Strategie, Verhalten und Vergütung ist klarer, als viele Organisationen glauben. Ein leistungsorientiertes Vergütungssystem kann nur dann wirken, wenn es konsequent aus der Unternehmensstrategie abgeleitet wird.
Oder in den Worten von Dr. Dietrich Schramm:
„Leistungsorientierte Entlohnung ist die Übersetzung der Strategie in Geld.“
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Strategie, Verhalten und Geld
Dr. Dietrich SChramm: Leistungsorientierte Entlohnung funktioniert nur dann, wenn sie konsequent aus der Unternehmensstrategie abgeleitet wird.
Der Alte Fritz hatte recht!„Eine Regierung muß sparsam sein, weil das Geld, das sie erhält, aus dem Blut und Schweiß ihres Volkes stammt. Es ist gerecht, daß jeder einzelne dazu beiträgt, die Ausgaben des Staates tragen zu helfen. Aber es ist nicht gerecht, daß er die Hälfte seines jährlichen Einkommens mit dem Staate teilen muß.“:devider:Bürgermanifest für den Turnaround Deutschlands20 Punkte für ein starkes, gerechtes und zukunftsfähiges Land.Deutschland ist eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Dennoch verliert unser Land an wirtschaftlicher Dynamik, staatlicher Effizienz und internationalem Einfluss.Das Problem ist nicht mangelnder Wohlstand.Deutschland hat kein Einnahmeproblem – Deutschland hat ein Struktur- und Ausgabenproblem.Der Staat ist gewachsen, aber nicht effizienter geworden. Er ist sogar ineffizienter geworden.Zu viele Ressourcen fließen in Bürokratie und Transfers, zu wenig in Sicherheit, Infrastruktur und Zukunft.Dieses Manifest formuliert 20 konkrete Reformpunkte für einen politischen Turnaround.Staat und politische Führung reformieren01. Personalkosten im öffentlichen Dienst einfrieren.Der Staat beschäftigt insgesamt rund 5,4 Millionen Menschen.Die Personalausgaben im öffentlichen Dienst werden für fünf Jahre eingefroren, um Effizienzsteigerungen zu erzwingen.02. Verwaltung um 10 % reduzieren.Durch Digitalisierung, Automatisierung und Zusammenlegung von Behörden wird die Verwaltung bis 2035 um mindestens 10 % verkleinert.03. Verwaltung vollständig digitalisieren.Alle zentralen staatlichen Dienstleistungen müssen digital und bürgerfreundlich verfügbar sein. Bis 2035!04. (Alle) Subventionen sofort um 10 % senken.Alle staatlichen Subventionen werden bis Ende 2028 um mindestens 10 % reduziert.Die frei werdenden Mittel werden in Infrastruktur, Sicherheit und Bildung investiert.05. Transparenzpflicht für staatliche Ausgaben.Ein öffentliches digitales Transparenzregister macht staatliche Ausgaben für Bürger vollständig nachvollziehbar.06. Föderale Strukturen reformieren.Deutschland reduziert langfristig die Zahl der Bundesländer von 16 auf etwa 10, um effizientere Verwaltungsstrukturen zu schaffen und Doppelstrukturen abzubauen.07. Politische Führung modernisierenDie politischen Institutionen werden reformiert:- Verlängerung der Legislaturperiode auf sechs Jahre, um langfristige Politik zu ermöglichen- Begrenzung des Anteils von Beamten in Parlamenten auf maximal 30 %- Kandidaten für Parlamente müssen mindestens fünf Jahre Berufserfahrung außerhalb der Politik nachweisen.08. Infrastruktur zur nationalen Priorität machen.Investitionen konzentrieren sich auf:- Verkehrsnetze- Energieversorgung- Digitalisierung- Bildung und ForschungSozialsysteme nachhaltig reformierenDeutschland gibt über die Hälfte seiner Staatsausgaben für Sozialleistungen aus.Solidarität bleibt zentral – sie muss jedoch dauerhaft finanzierbar sein.09. Arbeit muss sich deutlich mehr lohnen als Transfer.Das Steuer- und Transfersystem wird reformiert, sodass Erwerbsarbeit klar mehr Einkommen bringt als staatliche Leistungen.Dazu gehören:- niedrigere Steuern auf Arbeit- geringere Abgabenbelastung- klare Arbeitsanreize10. Migration in Sozialsysteme begrenzen.Die Anreize zur Einwanderung in Sozialsysteme werden radikal reduziert.Zuwanderung wird stärker an Qualifikation, Arbeitsmarktbedarf und Integrationsfähigkeit gekoppelt.11. Rentensystem umfassend reformieren.Das Rentensystem wird stabilisiert durch:- Eintrittsalter von 70 Jahren- stärkere kapitalgedeckte Elemente- Einbeziehung von Beamten und Selbstständigen in die Finanzierung12. Lebensarbeitszeit verlängern.Die steigende Lebenserwartung macht längere Erwerbsphasen notwendig.Deutschland führt schrittweise eine Regelarbeitszeit bis 70 Jahre ein.13. Familien stärken statt Bürokratie finanzieren.Familienpolitik konzentriert sich auf:- hochwertige Kinderbetreuung- bessere Bildung- steuerliche Entlastung14. Gleichberechtigte Erwerbschancen für Frauen und Männer.Steuer- und Transfersysteme werden so gestaltet, dass Erwerbstätigkeit für beide Elternteile attraktiv und wirtschaftlich sinnvoll ist.Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit stärkenSicherheit ist die Grundlage von Freiheit und Wohlstand.15. Verteidigungsausgaben dauerhaft erhöhen.Deutschland investiert mindestens 3 % des BIP in Verteidigung, um seine sicherheitspolitischen Verpflichtungen zu erfüllen.16. Europäische Rüstungsindustrie stärken.Europa muss in der Lage sein, seine Sicherheit unabhängig von den USA zu gewährleisten.Deutschland fördert daher:- eine gemeinsame europäische Rüstungsindustrie- gemeinsame Beschaffung- gemeinsame militärische Fähigkeiten17. Cybersicherheit massiv ausbauen.Deutschland baut seine Cyberabwehr so aus, dass staatliche und wirtschaftliche Infrastrukturen gegen zunehmende Angriffe aus dem Ausland geschützt werden können.18. Kritische Infrastruktur schützenEnergie-, Kommunikations- und Transportnetze werden systematisch gegen Sabotage, Cyberangriffe und geopolitische Risiken gesichert.Außenwirtschaft und internationale Rolle stärkenDeutschland ist eine Exportnation und lebt von offenen Märkten und globaler Kooperation.19. Freihandel und wirtschaftliche Partnerschaften ausbauen.Neue Handelsabkommen stärken Wachstum, Innovation und geopolitische Stabilität.20. Deutschland zum Innovationsstandort Nummer eins machen.Der Staat setzt klare Prioritäten für:- Forschung- Technologie- Unternehmertum- industrielle TransformationZum Abschluss - aber noch kein Schlusswort Deutschland steht vor einem historischen Wendepunkt:demografischer Wandelgeopolitische Spannungenwirtschaftliche Transformation.Diese Herausforderungen lassen sich bewältigen – wenn der Staat sich wieder auf seine Kernaufgaben konzentriert:Sicherheit. Freiheit. Chancen. Zukunft.Ein effizienter Staat, eine leistungsfähige Wirtschaft und eine solidarische Gesellschaft sind keine Gegensätze.Sie sind die Grundlage für ein starkes Deutschland.
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Der alte Fritz hatte Recht!
Bürgermanifest für den Turnaround Deutschlands
Ein effizienter Staat, eine leistungsfähige Wirtschaft und eine solidarische Gesellschaft sind keine Gegensätze.
Sie sind die Grundlage für ein starkes Deutschland.
Cyber Security – Risiko oder strategischer Vorteil? Ein Ameritum Workshop mit Ameritum Member & Expert Stephan Prebeck
Cyber-Angriffe sind keine Frage des „Ob“, sondern des „Wann“. Am 6. März 2026 hatte Ameritum einen Workshop zum Thema Cyber Security. Ein Thema, das viele Unternehmen noch immer unterschätzen, obwohl die Risiken stetig wachsen. Referent des Workshops war Stephan Prebeck, Ameritum Member & Expert, Cyber-Security-Experte und Gründer von Prebeck Consulting. Dieser Workshop war kein klassischer IT-Vortrag. Es war ein Realitätscheck für Unternehmen. Stephan Prebeck beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit IT- und Cyber-Security-Themen und zeigte eindrucksvoll, warum Cyber Security heute längst ein strategisches Managementthema ist. Seine Botschaft war klar und unmissverständlich:
Cyber Security ist kein IT-Thema – es ist ein Business-Thema.
Und genau darum ging es in diesem Workshop: zu verstehen, warum Cyber Security heute Geschäftsstrategie ist – und warum Unternehmen dieses Thema nicht länger ignorieren können. Cyberkriminalität ist ein lukratives Geschäftsmodell Viele Unternehmen glauben noch immer: „Wir sind zu klein, um für Hacker interessant zu sein.“ Doch genau hier liegt ein gefährlicher Denkfehler. Heute richten sich 43–61 % aller Cyberangriffe gegen kleine und mittlere Unternehmen. Der Grund ist simpel: Angreifer suchen sich nicht das größte Ziel, sondern das einfachste. Cyberkriminalität ist inzwischen ein lukratives Geschäftsmodell geworden.
Es gibt organisierte Gruppen, die jeden Tag ganz normal zur Arbeit gehen – mit dem Ziel, Unternehmen anzugreifen. Automatisierte Angriffstools und KI machen es möglich, Tausende Unternehmen gleichzeitig zu scannen und gezielt Schwachstellen auszunutzen. Warum gerade KMU, Berater und Interim Manager im Fokus stehen Ein zentraler Punkt des Workshops war ein Thema, das viele Teilnehmer zum Nachdenken brachte:
Kleine Unternehmen, Berater und Interim Manager sind häufig Teil komplexer Lieferketten. Und genau deshalb werden sie gezielt angegriffen. Sie können für Angreifer als Einfallstor in größere Unternehmen dienen.
Viele Angriffe beginnen genau dort. Bei kleinen Partnern oder Dienstleistern mit wenig starken Sicherheitsstrukturen. Der größte Risikofaktor sitzt vor dem Bildschirm Ein weiteres zentrales Learning aus dem Workshop:
Der größte Risikofaktor in der Cyber Security ist nicht Technologie, sondern der Mensch. Stephan zeigte anhand zahlreicher Beispiele, wie Cyberangriffe heute funktionieren. Zu den häufigsten Methoden gehören:
Phishing Täuschend echte E-Mails, die Passwörter oder Geldtransfers erschleichen.
Smishing & Vishing Betrug über SMS oder Telefon – häufig mit KI-generierten Stimmen.
Baiting USB-Sticks oder kostenlose Downloads als Köder.
Watering-Hole-Attacken Manipulierte Webseiten, die gezielt von bestimmten Zielgruppen besucht werden.
Passwort-Angriffe Automatisierte Systeme testen Millionen Kombinationen pro Sekunde. Viele dieser Angriffe funktionieren deshalb so gut, weil sie psychologische Mechanismen nutzen: Zeitdruck, Vertrauen oder Neugier. Wenn der Angriff erfolgreich ist, wird es existenziell Cyberangriffe sind weit mehr als ein technisches Problem. Sie können ganze Unternehmen in ihrem Fundament gefährden. Viele kleinere Unternehmen unterschätzen diese Gefahr. Doch wenn ein Angriff erfolgreich ist, sind die Folgen oft dramatisch. Dazu gehören:
Produktionsausfälle
Datenverlust
Vertrauensverlust bei Kunden
Reputationsschäden
rechtliche Konsequenzen Ein schwerer Cyberangriff kann Unternehmen langfristig aus der Bahn werfen. Warum Experten wie Stephan heute entscheidend sind Genau hier setzt der Wert von Experten wie Stephan.
Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung hilft er Unternehmen dabei,
ihre digitalen Risiken zu verstehen
Schwachstellen zu erkennen
Sicherheitsstrategien aufzubauen
und Cyber Security zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil zu machen. Denn Unternehmen, die ihre Systeme schützen, schützen nicht nur ihre Daten. Sie schützen ihr gesamtes Geschäftsmodell. Was Unternehmen konkret tun können Der Workshop zeigte auch, dass viele Schutzmaßnahmen überraschend einfach sind:
Multi-Faktor-Authentifizierung für alle Accounts
starke, einzigartige Passwörter und Passwortmanager
regelmäßige Updates für Systeme und Software
kritisches Prüfen von E-Mails und Links
klare Prozesse für Finanztransaktionen (Vier-Augen-Prinzip)
sichere Cloud-Lösungen statt eigener IT-Infrastruktur Und vielleicht der wichtigste Punkt: Bewusstsein. Cyber Security beginnt im Kopf – nicht auf dem Server. Fazit Der Ameritum Workshop hat eindrucksvoll gezeigt:
Cyber Security ist heute keine Option mehr.
Sie ist eine Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg. Unternehmen, die ihre digitalen Risiken verstehen und aktiv managen, schützen nicht nur ihre Systeme, sondern auch ihre Geschäftsmodelle. Oder wie Stephan es formuliert:
Wer seine Systeme schützt, schützt auch seine Kunden. Weitere Informationen zu Stephan und seinen Cyber-Security-Lösungen für Unternehmen findest Du hier: https://prebeck-consulting.com/ Weitere Workshops, Veranstaltungen und Informationen zur Ameritum Community findest Du hier: https://www.ameritum.com
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Cyber Security – Risiko oder strategischer Vorteil?
Cyberkriminalität ist ein lukratives Geschäftsmodell
Viele Unternehmen glauben noch immer: „Wir sind zu klein, um für Hacker interessant zu sein.“
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