
Ein Leben. Als Ganzes erzählt.Im Laufe eines Lebens hinterlässt man viele Spuren. Man schreibt Beiträge, gibt Interviews, baut Unternehmen auf, führt Menschen, trifft Entscheidungen. Doch jede dieser Spuren zeigt nur einen Ausschnitt. Ein Foto hier, ein Zitat dort. Nie den ganzen Menschen.Eine Autobiografie ist etwas anderes. Zum ersten Mal fügen sich all die Erfahrungen, Erfolge und Niederlagen, die Begegnungen und die stillen Wendepunkte zu einer Geschichte zusammen. Zu deiner Geschichte. Sie zeigt, was dich geprägt hat. Und sie zeigt Seiten von dir, die selbst die Menschen, die dir am nächsten stehen, nie gesehen haben.Stell dir vor, deine Kinder lesen eines Tages, wie viel Mut deine Entscheidungen gekostet haben, die für sie immer selbstverständlich waren. Dein Partner versteht plötzlich die Nächte, in denen du nicht schlafen konntest. Ein alter Weggefährte begreift endlich, warum du damals so gehandelt hast und nicht anders. Und deine Enkel halten in vielen Jahren etwas in den Händen, wenn Worte längst verklungen sind.Manches wird verständlicher. Manches bekommt zum ersten Mal einen Sinn. Und manches, das ein Leben lang verborgen war, darf endlich gesehen werden.Vielleicht ist genau das das Besondere an einer Autobiografie: Die Menschen, die dich lieben, lernen dich noch einmal ganz neu kennen.Und vielleicht erkennst du dich auch selbst ein Stück weit neu.
Ulvi, wie wir ihn noch nicht kannten Ulvi I. Aydin und QUANTUM, das ist eine lange Geschichte. Wir haben in den vergangenen Jahren viele Projekte gemeinsam auf die Beine gestellt, und ich würde sagen, dass ich ihn ziemlich gut kenne. Klar in der Sache, schnell in der Entscheidung, manchmal kompromisslos. So kennen ihn die meisten. Als wir mit der Arbeit an seiner Autobiografie begonnen haben, hat sich dieses Bild verändert. Ulvi hat uns von seiner Kindheit in Istanbul erzählt, wo er mit drei Müttern aufwuchs: seiner eigenen Mutter und seinen beiden Tanten. Als Austauschschüler in Michigan kam später eine vierte hinzu: seine Gastmutter, die ihn ihren Freunden nicht als Austauschschüler, sondern als „our German son“ vorstellte. Er hat uns von Entscheidungen erzählt, die er heute anders treffen würde, und dabei nichts weggelassen, auch nicht die Dinge, über die man normalerweise lieber schweigt. Um ein vollständiges Bild von Ulvi zu bekommen, haben wir seine Familie und langjährige Weggefährten gebeten, etwas über ihn zu sagen, so, wie sie ihn wirklich erlebt haben. Ehrlich gesagt hat uns das in der Redaktion mehr bewegt, als wir erwartet hatten. Für uns ist diese Autobiografie eine Premiere. Es ist die erste Ausgabe der „QUANTUM Autobiography Edition“, und das ganze Team hat mit viel Freude und Herzblut daran gearbeitet. Wir haben selten so gern an einem Projekt gearbeitet. Nehmen Sie sich Zeit dafür und lernen Sie Ulvi wirklich kennen. Norbert Wittmann
QUANTUM Magazin English: A Debut. Getting to Know Ulvi I. Aydin All Over Again. Ulvi I. Aydin and QUANTUM go back a long way. We’ve worked on a lot of projects together over the years, and I’d say I know him pretty well. Clear about what he wants, quick to decide, sometimes uncompromising. That’s how most people know him. When we started working on his autobiography, that picture changed. Ulvi told us about his childhood in Istanbul, where he grew up with three mothers: his own mother and his two aunts. Later, as an exchange student in Michigan, he gained a fourth: his host mother, who never introduced him to her friends as an exchange student, but as “our German son.” He told us about decisions he would make differently today, and he didn’t leave anything out, not even the things most people would rather keep to themselves. To get a complete picture of Ulvi, we asked his family and longtime companions to tell us about him, the way they have really experienced him. Honestly, that moved us in the newsroom more than we expected. For us, this autobiography is a first. It’s the opening edition of the QUANTUM Autobiography Edition, and the whole team put a great deal of joy and heart into it. We’ve rarely enjoyed a project this much. Take your time with it, and get to know the real Ulvi. Norbert Wittmann
QUANTUM Magazine
*
Minuten