Sichtbar und authentisch

February
25
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2026
2026
Ulvi AYDIN
EXPERTEN TALK: Sichtbar und authentisch Ein Gespräch über die Macht von Video, künstliche Intelligenz und warum Technik das Leben bereichern muss. Interview: Ulvi I. Aydin mit Simon Doser In einer Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspanne von Goldfischen oft als Benchmark für Social-Media-User herangezogen wird, ist es für Unternehmen überlebenswichtig, nicht nur gesehen, sondern auch „gefühlt“ zu werden. Simon Doser, Gründer von STARSCAN und Visionär im Bereich Videomarketing, hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau diese emotionale Brücke zu schlagen. Vom Audio Engineer an den Mischpulten großer Musikproduktionen über die Talentschmiede von Apple bis hin zum eigenen Unternehmen im Allgäu: Simon Dosers Weg ist geprägt von der Suche nach dem perfekten Ausdruck. Im Gespräch mit Interim-Manager Ulvi I. Aydin erklärt er, warum Videos heute „Chefsache“ sind, wie künstliche Intelligenz kreative Prozesse revolutioniert und warum am Ende immer eine gute Heldengeschichte über den Erfolg entscheidet. KAPITEL 1: Der Weg zum visuellen Storyteller Ulvi I. Aydin: Simon, wir sitzen hier im schönen Allgäu, dem Sitz deiner Agentur STARSCAN. Wenn ich mir deinen Werdegang ansehe, dann war dieser Weg alles andere als linear. Viele kennen dich heute als den „Video-Strategen“, aber deine Wurzeln liegen eigentlich ganz woanders. Nimm uns mal mit zurück an den Start. Simon Doser: Das stimmt, Ulvi. Wenn man es genau nimmt, begann alles mit dem Hören, nicht mit dem Sehen. Nach meinem Abitur war für mich klar: Ich will in die Medienwelt, aber damals faszinierte mich vor allem der Ton. Ich habe an der SAE in München Audio Engineering studiert. Dort habe ich gelernt, dass Präzision und Emotion untrennbar zusammengehören. Auch wenn ich heute visuell arbeite: Der Ton ist das Fundament jeder guten Geschichte. Wenn der Klang nicht stimmt, erreicht das Bild das Herz nicht.“ „Nach dem Studium führte mein Weg zu Red Rock Productions in Tutzing, direkt in den Kosmos von Leslie Mandoki. Ich war dort im Event-Bereich tätig und habe hautnah miterlebt, wie Projekte auf absolutem Weltklasse-Niveau realisiert werden. Diese Zeit war meine Schule für Perfektion: Ich habe gelernt, dass bei einer Inszenierung jedes Detail sitzen muss und dass 'gut' einfach nicht gut genug ist. Diese kompromisslose Leidenschaft für Qualität hat mich nachhaltig geprägt.“ Ulvi I. Aydin: Und trotzdem hast du die Musikbranche verlassen. Warum? Simon Doser: Mein Ziel war es damals, Musikmanager zu werden, weshalb ich für ein BWL-Studium nach Köln ging – in die Stadt, in der das mediale Herz schlägt. Doch während der Vorlesungen merkte ich schnell: Die reine Theorie war mir zu trocken. Mein Drang, selbst zu erschaffen, zu gestalten und aktiv in die Produktion einzugreifen, war viel stärker als das Interesse an reinen Management-Strukturen. Diese Phase war rückblickend betrachtet sehr schmerzhaft aber auch enorm lehrreich für mich. 2011 führte mich mein Weg dann zurück nach München, zu Apple Retail Germany. Ich startete als „Specialist“ und merkte schnell, dass es mir Spaß macht, den Leuten zu erklären, was sie mit diesen Geräten eigentlich erschaffen können. Ulvi I. Aydin: Das war der Moment, in dem du vom Verkäufer zum „Creative“ wurdest? Simon Doser: Exakt. Apple hat diese wunderbare Position des „Creative“. Das sind Trainer, die Kunden nicht nur die Technik erklären, sondern ihnen zeigen, wie sie ihre Visionen umsetzen. Wie schneide ich einen Film? Wie bearbeite ich Fotos? Wie komponiere ich einen Song am iPad? Dort habe ich fast ein Jahrzehnt lang hunderte Menschen geschult. Ich habe gelernt, komplexe technische Vorgänge so einfach zu erklären, dass jeder sie versteht. Aufgrund meines Gespürs für Menschen und Methodik wurde ich zum Creative Pro befördert. In dieser Position war ich nicht mehr nur für die Kunden verantwortlich, sondern primär für die Ausbildung und Motivation der anderen Creatives. Ich habe ihnen beigebracht, wie man Wissen so vermittelt, dass es nicht nur verstanden, sondern erlebt wird. Es ging darum, die Didaktik zu verfeinern und ein Team zu führen, das tagtäglich Menschen begeistern sollte. Diese Phase hat meine Leidenschaft für das Mentoring und die strategische Wissensvermittlung massiv gestärkt – Fähigkeiten, die heute das Fundament meiner Arbeit bei STARSCAN und meiner Ausbildungsprogramme bilden. Und genau da haben wir uns ja auch kennengelernt, Ulvi. Du warst einer dieser Kunden, die mehr wollten als nur „Wie geht das an?“. Ulvi I. Aydin: Oh ja, daran erinnere ich mich gut. Ich wollte die „Advanced Skills“. Du hast in deinem Buchbeitrag zu „Chefsache Netzwerken“ einen Satz geschrieben, der hängen bleibt: „Videos sind die Schnittstelle zwischen menschlichen Bedürfnissen und der digitalen Geschäftswelt.“ Was meinst du damit konkret? Simon Doser: Ja das stimmt! Wir leben in einer Welt, die zunehmend anonymisiert wird. Wir kaufen online, wir buchen Dienstleistungen per App oder KI. Aber tief in uns drin sind wir immer noch soziale Wesen. Wir wollen wissen, wer hinter einer Marke steckt. „People buy people“ – Menschen kaufen von Menschen. Ein Text auf einer Website kann perfekt formuliert sein, aber er transportiert keine Mimik, keine Gestik, keine Stimmlage. Ein Video tut genau das. Es schafft Vertrauen, noch bevor der erste Handschlag (oder Zoom-Call) stattgefunden hat. Wenn ich dich in einem Video sehe, wie du sprichst, wie du dich bewegst, dann baue ich unterbewusst sofort eine Beziehung auf. Ich entscheide innerhalb von Sekunden: Ist mir dieser Mensch sympathisch? Kompetent? Authentisch? Ulvi I. Aydin: Also geht es gar nicht primär um die Information, sondern um die Emotion? Simon Doser: Es geht um beides. Aber die Emotion ist der Türöffner. Viele Unternehmen machen den Fehler, Videos wie Beipackzettel zu behandeln. Langweilig, faktisch, trocken. Ein gutes Video muss in den ersten Sekunden „catchen“. Wir brauchen eine Hook, einen Haken. Einen guten Grund, warum mir der Zuschauer Aufmerksamkeit schenken soll. Und das in wenigen Sekunden. Wenn ein Video beginnt mit „Hallo, mein Name ist Michael Müller, ich bin Geschäftsführer der XY GmbH“, dann haben 95% der Zuschauer schon weggescrollt. Das interessiert niemanden. Du musst den Zuschauer emotional abholen. Welches Problem hat er? Welche Lösung bietest du? Und das verpackt in eine Geschichte. Ulvi I. Aydin: Das bringt uns zu deinem Ansatz des Storytellings. Du sprichst oft von der „Heldengeschichte“. Simon Doser: Genau. Das ist ein uraltes Prinzip, das wir aus Hollywood kennen, aber es funktioniert genauso im B2B-Marketing. In jedem guten Video gibt es einen Helden. Und – das ist der wichtigste Punkt – der Held ist nicht das Unternehmen. Der Held ist der Kunde! Das Unternehmen ist der Mentor, der Guide, der dem Helden das Werkzeug an die Hand gibt, um sein Problem zu lösen. In unseren Onboarding Gesprächen frage ich meine Kunden manchmal: „Welchen Endgegner killst du für deine Kunden?“ Wenn wir das herausgearbeitet haben, bauen wir die Story. Der Kunde hat ein Problem (den Endgegner), er trifft auf dich (den Mentor), bekommt einen Plan (dein Produkt/Dienstleistung) und erreicht am Ende den Erfolg. Das ist eine Struktur, die unser Gehirn liebt. KAPITEL 3: Die Kunst der Produktion Ulvi I. Aydin: Lass uns mal in die Praxis eintauchen. Du betonst oft die Ästhetik, den „Look“. Ist das nicht nur Kosmetik? Simon Doser: Auf keinen Fall. Ästhetik ist Kommunikation. Nimm das Thema Color Grading. Farben steuern direkt unsere Emotionen. Erinnerst du dich an den Film „Joker“? Die Farben dort waren grünlich, düster, krankhaft – das erzeugt Unbehagen. Oder der berühmte „Teal and Orange“-Look aus Actionfilmen: Das kühle Blau (Teal) im Hintergrund lässt die warmen Hauttöne (Orange) der Schauspieler strahlen. Das schafft Fokus und Dynamik. Wir nutzen diese Techniken gezielt für unsere Kunden. Ein Imagefilm für eine Wellness-Oase braucht ein anderes Color Grading als ein Recruiting-Video für ein Tech-Startup. Ulvi I. Aydin: Und welche Rolle spielt der Ton? Du kommst ja ursprünglich aus dem Audio-Bereich. Simon Doser: Der Ton ist das halbe Bild. Das ist kein Spruch, das ist Fakt. Du kannst ein Video mit schlechtem Bild, aber gutem Ton schauen – das funktioniert. Aber ein brillantes Bild mit verrauschtem, schlechtem Ton? Das schaltet jeder sofort ab. Musik ist der emotionale Teppich. Ich kann dieselbe Szene mit drei verschiedenen Musikstücken unterlegen und erzeuge drei völlig unterschiedliche Wirkungen: Drama, Komödie oder Inspiration. Bei STARSCAN legen wir extrem viel Wert auf Sounddesign und die richtige Musikauswahl. Ulvi I. Aydin: Du lachst ja immer, wenn ich sage: „Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.“ Warum genau findest du diese Redewendung so spannend? Simon Doser: Er trifft einfach den Nagel auf den Kopf. Ich haben ihn schon hunderte mal wiederholt. Er beschreibt den größten Schmerzpunkt vieler Unternehmen. Sie sind verliebt in ihre eigenen Produkte. Sie wollen jedes technische Detail, jedes Feature im Video haben. Aber den Kunden – den Fisch – interessiert das oft gar nicht. Ihn interessiert: „Was habe ich davon?“. Wir helfen dem Angler (dem Unternehmen), den Köder so zu gestalten, dass der Fisch anbeißt. Das bedeutet oft: Weniger Ego, mehr Kundennutzen. Weg von „Wir sind die Besten seit 1850“ hin zu „So machen wir dein Leben heute besser“. KAPITEL 4: KI als Superkraft & Effizienz Ulvi I. Aydin: Ein Thema, das gerade die ganze Welt bewegt, ist Künstliche Intelligenz. Du sprichst ja viel über KI und die Veränderungen, die damit einhergehen. Viele Kreative haben Angst davor. Du scheinbar nicht. Simon Doser: Nein, überhaupt nicht. Ich sehe KI nicht als Konkurrenz, sondern als Superkraft. Technik ist für mich nur dann gut, wenn sie das Leben bereichert. Das habe ich schon bei Apple so gehalten und das gilt für KI erst recht. Wir nutzen KI-Tools mittlerweile bei fast allen Arbeits-Prozessen. Bei der Ideenfindung, bei der Zielgruppenanalyse – Die KI hilft uns dabei, die Sprache der Zielgruppe perfekt zu treffen. Doch jetzt kommt das große Aber: Die KI liefert uns das Skelett, die Struktur, das technisch Perfekte. Aber das Herz, den lebendigen Schlag – den müssen wir selbst hinzufügen. Am Ende des Tages bleibt die KI ein Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger. Sie ist heute das, was früher die Schreibmaschine oder Photoshop waren: eine enorme Erleichterung, aber kein Selbstzweck. Wir dürfen eines nicht vergessen: Ein Hammer baut kein Haus – das tut der Handwerker. Der Handwerker hat die Vision, er spürt das Material und er weiß, warum er das Haus bauen möchte. Ulvi I. Aydin: Geht bei der ganzen KI-Thematik nicht die menschliche Note verloren? Simon Doser: Im Gegenteil. Wir delegieren die Fleißarbeit – Transkription, Rohschnitt, Untertitel – an die Maschine, um genau die Zeit zu gewinnen, die keine KI ersetzen kann: für Empathie, Intuition und das echte, zwischenmenschliche Gespür am Set. Ich nutze KI nicht als Ersatz, sondern als Hebel für menschliches Potenzial. Wir müssen verstehen: KI ist kein flüchtiger Trend, sie ist das neue Betriebssystem unserer Realität. Wer darauf wartet, dass der Hype abflaut, verpasst den Anschluss. Hört auf, sie als Spielerei zu betrachten – sie ist unser neuer Alltag. Mein Appell: Werdet Piloten, nicht Passagiere. Wer lernt, diese Tools zu führen, wird nicht ersetzt – er wird befreit, um wieder wirklich kreativ zu sein. Die Welt hat sich weitergedreht; es liegt an uns, die Segel in den neuen Wind zu hängen. Neugier ist heute die entscheidende Hard-Skill. Ulvi I. Aydin: Das klingt nach einem neuen Geschäftsfeld. Du bietest jetzt auch Ausbildung an? Simon Doser: Richtig. Unter dem Label „Skill Me Now“ bieten wir Weiterbildungen an, die sogar staatlich gefördert sind (AZAV). Während STARSCAN (We create for you) die Produktion übernimmt, befähigen wir bei „Skill Me Now“ Unternehmen und Einzelpersonen, selbst Content zu erstellen. Wir zeigen ihnen, wie sie mit dem Smartphone professionell filmen, wie sie KI im Marketing nutzen und wie sie ihre eigene Sichtbarkeit in die Hand nehmen. Es ist Hilfe zur Selbsthilfe. KAPITEL 5: Zeitmanagement für Unternehmer Ulvi I. Aydin: Ein häufiger Einwand, den ich von meinen Mandanten höre: „Videos? Dafür habe ich keine Zeit.“ Was antwortest du denen? Simon Doser: Ich antworte: „Du hast keine Zeit, es nicht zu tun.“ Aber ich verstehe den Punkt. Unternehmer sind „busy“. Deswegen haben wir bei STARSCAN die Stapelproduktion (Batch Production) perfektioniert. Wir blocken einen einzigen Drehtag. An diesem Tag produzieren wir Material für drei bis sechs Monate Social Media Content. Wir planen alles minutiös vor – mit Tools wie ASANA oder Trello. Am Drehtag selbst muss der Kunde nur noch „performen“. Ulvi I. Aydin: Und wenn der Kunde kamerascheu ist? Simon Doser: Fast jeder ist am Anfang nervös – das ist völlig menschlich. Genau hier kommt mein Team ins Spiel. Wir sehen uns nicht nur als Techniker, sondern als Gastgeber und Mentoren. Wir sorgen für den entscheidenden Wohlfühlfaktor. Mein Team kümmert sich beim Dreh wirklich um alles: Das geht weit über die Kameraeinstellung hinaus. Vom professionellen Make-up über das Haar-Styling bis hin zur Feinabstimmung der Garderobe – wir lassen nichts dem Zufall überlassen. Aber der eigentliche Zauber passiert auf einer anderen Ebene: Wir arbeiten gemeinsam an der Körpersprache und geben Sicherheit im Auftreten. Es ist dieser psychologische Effekt: Wenn du in den Spiegel schaust und dich in deiner Haut – und in deinem Look – absolut wohlfühlst, verändert das deine gesamte Aura. Du sprichst anders, du wirkst präsenter, du strahlst eine natürliche Autorität aus. Wir halten dir den Rücken komplett frei und schaffen eine Atmosphäre, in der du dich fallen lassen kannst. Denn nur wer sich sicher fühlt, kann vor der Kamera wirklich authentisch sein. Am Ende sorgen wir dafür, dass du dich nicht nur gut präsentierst, sondern dich auch während des gesamten Prozesses verdammt gut fühlst. Wir nutzen Teleprompter, wenn Textsicherheit gefragt ist. Aber noch lieber arbeite ich mit Interview-Techniken. Ich verwickle den Kunden in ein Gespräch, stelle Fragen, lasse ihn aus seiner Expertise erzählen. Dann vergessen die meisten die Kamera komplett. Das Ergebnis ist authentisch, nahbar und glaubwürdig. Wir stellen niemanden schwitzend ins Rampenlicht. KAPITEL 6: Return on Invest & Erfolg Ulvi I. Aydin: Am Ende des Tages zählt für den Unternehmer der ROI. Rechnet sich das? Simon Doser: Absolut. Schauen wir uns die Fakten an. Plattformen wie Instagram oder LinkedIn pushen Videos (Reels) massiv. Wer nur Fotos postet, verliert an Reichweite. Aber es geht nicht nur um Likes. Es geht um Umsatz. Ich habe Kunden, die stecken vierstellige Beträge im Monat in Social-Media-Werbung. Warum? Weil sie am Ende mehr rausbekommen. Nehmen wir das Recruiting: Ein gutes Video, das die Unternehmenskultur zeigt, spart dir zig teure Headhunter, weil sich plötzlich die richtigen Leute bewerben. Leute, die den „Vibe“ des Unternehmens schon im Video gefühlt haben. Oder im Vertrieb: Ein Video, das Einwände vorwegnimmt, verkürzt den Verkaufszyklus. Der Kunde kommt schon „vorgewärmt“ ins Gespräch. Das ist bares Geld. KAPITEL 7: Kreativität und Zukunft Ulvi I. Aydin: Zum Abschluss, Simon: Was bedeutet Kreativität für dich persönlich? Simon Doser: Kreativität ist für mich Innovation mit einer klaren Botschaft. Es geht nicht darum, Dinge kompliziert zu machen – das wird oft verwechselt. Wahre Kreativität liegt in der Vereinfachung. Eine komplexe Idee so zu verpacken, dass sie jeder versteht und dass sie begeistert. Für mich bedeutet es, aus dem Bestehenden etwas Neues zu formen, das einen echten Mehrwert bietet. Ob das ein neuer Schnittstil ist, der Einsatz einer KI-Stimme oder einfach nur eine ungewöhnliche Kameraperspektive – solange es der Botschaft dient, ist es gut. Ulvi I. Aydin: Ein schönes Schlusswort. Simon, ich danke dir für diesen tiefen Einblick. Simon Doser: Ich danke dir, Ulvi. ZUSATZ-INFOS FÜR DAS LAYOUT (Sidebar & Kästen) Um die 10 Seiten optisch ansprechend zu füllen, empfehle ich, folgende Elemente als grafische Boxen, Zitate oder Infokästen in den Text einzubauen: Kasten: Über Simon Doser • Ausbildung: Diplom Audio Engineer (SAE München) • Stationen: Red Rock Productions (Tutzing), Apple Retail Germany (München) • Unternehmen: Founder von STARSCAN Video & Social Media • Mission: Sichtbarkeit für Unternehmen durch High-End Videoproduktion und strategisches Storytelling. • Education: Gründer von „Skill Me Now“ (AZAV zertifizierte Weiterbildungen für Social Media, Videografie & KI). • Privat: Lebt mit seiner Familie im Allgäu, liebt die Berge und die Verbindung von Natur & Technik. Kasten: Zitate zur Inspiration "Die Zeit ist ein kostbares Gut, aber nur, wenn du weißt, wie du sie nutzen kannst." "Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat." – Albert Einstein Kasten: Die STARSCAN Methode 1. Vision & Strategie: Erstgespräch zur Analyse des „Endgegners“ (Kundenproblem). 2. Konzept & Storytelling: Entwicklung der Heldenreise. Der Kunde ist der Held. 3. Produktion (Der Drehtag): Effiziente Stapelproduktion, Wohlfühlatmosphäre, professionelles Equipment (Licht, Ton, Kamera). 4. Post-Production: Schnitt, Farben, Sounddesign. 5. Distribution: Das richtige Format für den richtigen Kanal (Reels, Website, LinkedIn). Kasten: Kunden & Partner (Auszug) • ELITHAIR • Ameritum • YesSmile • Ulvi I. Aydin (Interim Management) Web-Tipps • Agentur: www.starscan.de – Für Unternehmen, die Ergebnisse wollen. • Weiterbildungen: www.skillmenow.de – Für alle, die lernen wollen, wie es geht.
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EXPERTEN TALK: Sichtbar und authentisch

Ein Gespräch über die Macht von Video, künstliche Intelligenz und warum Technik das Leben bereichern muss.

Interview Ulvi I. Aydin mit Simon Doser

In einer Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspanne von Goldfischen oft als Benchmark für Social-Media-User herangezogen wird, ist es für Unternehmen überlebenswichtig, nicht nur gesehen, sondern auch „gefühlt“ zu werden. Simon Doser, Gründer von STARSCAN und Visionär im Bereich Videomarketing, hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau diese emotionale Brücke zu schlagen. Vom Audio Engineer an den Mischpulten großer Musikproduktionen über die Talentschmiede von Apple bis hin zum eigenen Unternehmen im Allgäu: Simon Dosers Weg ist geprägt von der Suche nach dem perfekten Ausdruck. Im Gespräch mit Interim-Manager Ulvi I. Aydin erklärt er, warum Videos heute „Chefsache“ sind, wie künstliche Intelligenz kreative Prozesse revolutioniert und warum am Ende immer eine gute Heldengeschichte über den Erfolg entscheidet.

 

KAPITEL 1: Der Weg zum visuellen Storyteller

Ulvi I. Aydin: Simon, wir sitzen hier im schönen Allgäu, dem Sitz deiner Agentur STARSCAN. Wenn ich mir deinen Werdegang ansehe, dann war dieser Weg alles andere als linear. Viele kennen dich heute als den „Video-Strategen“, aber deine Wurzeln liegen eigentlich ganz woanders. Nimm uns mal mit zurück an den Start.

Simon Doser: Das stimmt, Ulvi. Wenn man es genau nimmt, begann alles mit dem Hören, nicht mit dem Sehen. Nach meinem Abitur war für mich klar: Ich will in die Medienwelt, aber damals faszinierte mich vorallem der Ton. Ich habe an der SAE in München Audio Engineering studiert. Dort habe ich gelernt, dass Präzision und Emotion untrennbar zusammengehören. Auch wenn ich heute visuell arbeite: Der Ton ist das Fundament jeder guten Geschichte. Wenn der Klang nicht stimmt, erreicht das Bild das Herz nicht.

„Nach dem Studium führte mein Weg zu Red Rock Productions in Tutzing, direkt in den Kosmos von Leslie Mandoki. Ich war dort im Event-Bereich tätig und habe hautnah miterlebt, wie Projekte auf absolutem Weltklasse-Niveau realisiert werden. Diese Zeit war meine Schule für Perfektion: Ich habe gelernt, dass bei einer Inszenierung jedes Detail sitzen muss und dass 'gut' einfach nicht gut genug ist. Diese kompromisslose Leidenschaft für Qualität hat mich nachhaltig geprägt.“

Ulvi I. Aydin: Und trotzdem hast du die Musikbranche verlassen.Warum?

Simon Doser: Mein Ziel war es damals, Musikmanager zu werden, weshalb ich für ein BWL-Studium nach Köln ging – in die Stadt, in der das mediale Herz schlägt. Doch während der Vorlesungen merkte ich schnell: Die reine Theorie war mir zu trocken. Mein Drang, selbst zu erschaffen, zu gestalten und aktiv in die Produktion einzugreifen, war viel stärker als das Interesse an reinen Management-Strukturen. Diese Phase war rückblickend betrachtet sehr schmerzhaft aber auch enorm lehrreich für mich.

 

Kapitel 2: Die Anfänge

2011 führte mich mein Weg dann zurück nach München, zu Apple Retail Germany. Ich startete als „Specialist“ und merkte schnell, dass es mir Spaß macht, den Leuten zu erklären, was sie mit diesen Geräten eigentlich erschaffen können.

Ulvi I. Aydin: Das war der Moment, in dem du vom Verkäufer zum „Creative“ wurdest?

Simon Doser: Exakt. Apple hat diese wunderbare Position des „Creative“. Das sind Trainer, die Kunden nicht nur die Technik erklären, sondern ihnen zeigen, wie sie ihre Visionen umsetzen. Wie schneide ich einen Film? Wie bearbeite ich Fotos? Wie komponiere ich einen Song am iPad?

Dort habe ich fast ein Jahrzehnt lang hunderte Menschen geschult. Ich habe gelernt, komplexe technische Vorgänge so einfach zu erklären, dass jeder sie versteht.

Aufgrund meines Gespürs für Menschen und Methodik wurde ich zum Creative Pro befördert. In dieser Position war ich nicht mehr nur für die Kunden verantwortlich, sondern primär für die Ausbildung und Motivation der anderen Creatives. Ich habe ihnen beigebracht, wie man Wissen so vermittelt, dass es nicht nur verstanden, sondern erlebt wird.

Es ging darum, die Didaktik zu verfeinern und ein Team zu führen, das tagtäglich Menschen begeistern sollte. Diese Phase hat meine Leidenschaft fürdas Mentoring und die strategische Wissensvermittlung massiv gestärkt – Fähigkeiten, die heute das Fundament meiner Arbeit bei STARSCAN und meiner Ausbildungsprogramme bilden.

Und genau da haben wir uns ja auch kennengelernt, Ulvi. Du warst einer dieser Kunden, die mehr wollten als nur „Wie geht das an?“.

Ulvi I. Aydin: Oh ja, daran erinnere ich mich gut. Ich wollte die „AdvancedSkills“. Du hast in deinem Buchbeitrag zu „Chefsache Netzwerken“ einen Satz geschrieben, der hängen bleibt: „Videos sind die Schnittstelle zwischen menschlichen Bedürfnissen und der digitalen Geschäftswelt.“ Was meinst du damit konkret?

Simon Doser: Ja das stimmt! Wir leben in einer Welt, die zunehmend anonymisiert wird. Wir kaufen online, wir buchen Dienstleistungen per App oder KI. Aber tief in uns drin sind wir immer noch soziale Wesen. Wir wollen wissen, wer hinter einer Marke steckt. „People buy people“– Menschen kaufen von Menschen.

Ein Text auf einer Website kann perfekt formuliert sein, aber er transportiert keine Mimik, keine Gestik, keine Stimmlage. Ein Video tut genau das. Es schafft Vertrauen, noch bevor der erste Handschlag (oder Zoom-Call) stattgefunden hat. Wenn ich dich in einem Video sehe, wie du sprichst, wie du dich bewegst, dann baue ich unterbewusst sofort eine Beziehung auf. Ich entscheide innerhalb von Sekunden: Ist mir dieser Mensch sympathisch? Kompetent? Authentisch?

Ulvi I. Aydin: Also geht es gar nicht primär um die Information, sondern um dieEmotion?

Simon Doser: Es geht um beides. Aber die Emotion ist der Türöffner. Viele Unternehmen machen den Fehler, Videos wie Beipackzettel zu behandeln. Langweilig, faktisch, trocken.

Ein gutes Video muss in den ersten Sekunden „catchen“. Wir brauchen eine Hook, einen Haken. Einen guten Grund, warum mir der Zuschauer Aufmerksamkeit schenken soll. Und das inwenigen Sekunden. Wenn ein Video beginnt mit „Hallo, mein Name ist Michael Müller, ich bin Geschäftsführer der XY GmbH“, dann haben 95% der Zuschauer schon weggescrollt. Das interessiert niemanden.

Du musst den Zuschauer emotional abholen. Welches Problem hat er? Welche Lösung bietest du? Und das verpackt in eine Geschichte.

Ulvi I. Aydin: Das bringt uns zu deinem Ansatz des Storytellings. Du sprichst oft von der „Heldengeschichte“.

Simon Doser: Genau. Das ist ein uraltes Prinzip, das wir aus Hollywood kennen, aber es funktioniert genauso im B2B-Marketing. In jedem guten Video gibt eseinen Helden. Und – das ist der wichtigste Punkt – der Held ist nicht das Unternehmen. Der Held ist der Kunde!

Das Unternehmen ist der Mentor, der Guide, der dem Helden das Werkzeug an die Hand gibt, um sein Problem zu lösen. In unseren Onboarding Gesprächen frage ich meine Kunden manchmal: „Welchen Endgegner killst du für deine Kunden?“

Wenn wir das herausgearbeitet haben, bauen wir die Story. Der Kunde hat ein Problem (den Endgegner), er trifft auf dich (den Mentor), bekommt einenPlan (dein Produkt/Dienstleistung) und erreicht am Ende den Erfolg. Das ist eine Struktur, die unser Gehirn liebt.

 

KAPITEL 3: Die Kunst der Produktion

Ulvi I. Aydin: Lass uns mal in die Praxis eintauchen. Du betonst oft die Ästhetik, den „Look“. Ist das nicht nur Kosmetik?

Simon Doser: Auf keinen Fall. Ästhetik ist Kommunikation. Nimm das Thema Color Grading. Farben steuern direkt unsere Emotionen. Erinnerst du dich an den Film „Joker“? Die Farben dort waren grünlich, düster, krankhaft – das erzeugt Unbehagen. Oder der berühmte „Teal and Orange“-Look aus Actionfilmen: Das kühle Blau (Teal) im Hintergrund lässtdie warmen Hauttöne (Orange) der Schauspieler strahlen. Das schafft Fokus und Dynamik.

Wir nutzen diese Techniken gezielt für unsere Kunden. Ein Imagefilm für eine Wellness-Oase braucht ein anderes Color Grading als ein Recruiting-Video für ein Tech-Startup.

Ulvi I. Aydin: Und welche Rolle spielt der Ton? Du kommst ja ursprünglich aus dem Audio-Bereich.

Simon Doser: Der Ton ist das halbe Bild. Das ist kein Spruch, das ist Fakt. Du kannst ein Video mit schlechtem Bild, aber gutem Ton schauen – das funktioniert. Aber ein brillantes Bild mit verrauschtem, schlechtem Ton? Das schaltet jeder sofort ab.

Musik ist der emotionale Teppich. Ich kann dieselbe Szene mit drei verschiedenen Musikstücken unterlegen und erzeuge drei völlig unterschiedliche Wirkungen: Drama, Komödie oder Inspiration. Bei STARSCAN legen wir extrem viel Wert auf Sounddesign und die richtige Musikauswahl.

Ulvi I. Aydin: Du lachst ja immer, wenn ich sage: „Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht demAngler.“ Warum genau findest du diese Redewendung so spannend?

Simon Doser:  Er trifft einfach den Nagel auf den Kopf. Ich haben ihn schon hunderte mal wiederholt. Er beschreibt den größten Schmerzpunkt vieler Unternehmen. Sie sind verliebt in ihre eigenen Produkte. Sie wollen jedes technische Detail, jedes Feature im Video haben. Aber den Kunden – den Fisch – interessiert das oft gar nicht. Ihn interessiert: „Was habe ich davon?“.

Wir helfen dem Angler (dem Unternehmen), den Köder so zu gestalten, dass der Fisch anbeißt. Das bedeutet oft: Weniger Ego, mehr Kundennutzen. Weg von „Wir sind die Besten seit1850“ hin zu „So machen wir dein Leben heute besser“.

 

KAPITEL 4: KI als Superkraft& Effizienz

Ulvi I. Aydin: Ein Thema, das gerade die ganze Welt bewegt, ist Künstliche Intelligenz. Du sprichst ja viel über KI und die Veränderungen, die damit einhergehen. Viele Kreative haben Angst davor. Du scheinbar nicht.

Simon Doser: Nein, überhaupt nicht. Ich sehe KI nicht als Konkurrenz, sondern als Superkraft. Technik ist für mich nur dann gut, wenn sie das Lebenbereichert. Das habe ich schon bei Apple so gehalten und das gilt für KI erstrecht.

Wir nutzen KI-Tools mittlerweile bei fast allen Arbeits-Prozessen.Bei der Ideenfindung, bei der Zielgruppenanalyse – Die KI hilft uns dabei, die Sprache der Zielgruppe perfekt zu treffen.

Doch jetzt kommt das große Aber: Die KI liefert uns das Skelett, die Struktur, das technisch Perfekte. Aber das Herz, den lebendigen Schlag – den müssen wirselbst hinzufügen.

Am Ende des Tages bleibt die KI ein Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger. Sie ist heute das, was früher die Schreibmaschine oder Photoshopwaren: eine enorme Erleichterung, aber kein Selbstzweck. Wir dürfen eines nichtvergessen: Ein Hammer baut kein Haus – das tut der Handwerker. Der Handwerker hat die Vision, er spürt das Material und er weiß, warum er das Haus bauen möchte.

Ulvi I. Aydin: Geht bei der ganzen KI-Thematik nicht die menschliche Note verloren?

Simon Doser: Im Gegenteil. Wir delegieren die Fleißarbeit – Transkription,Rohschnitt, Untertitel – an die Maschine, um genau die Zeit zu gewinnen, die keine KI ersetzen kann: für Empathie, Intuition und das echte, zwischenmenschliche Gespür am Set. Ich nutze KI nicht als Ersatz, sondern als Hebel für menschliches Potenzial.

Wir müssen verstehen: KI ist kein flüchtiger Trend, sie ist das neue Betriebssystem unserer Realität. Wer darauf wartet, dass der Hype abflaut,verpasst den Anschluss. Hört auf, sie als Spielerei zu betrachten – sie ist unser neuer Alltag.

Mein Appell: Werdet Piloten, nicht Passagiere. Wer lernt, dieseTools zu führen, wird nicht ersetzt – er wird befreit, um wieder wirklich kreativ zu sein. Die Welt hat sich weitergedreht; es liegt an uns, die Segel inden neuen Wind zu hängen. Neugier ist heute die entscheidende Hard-Skill.

Ulvi I. Aydin: Das klingt nach einem neuen Geschäftsfeld. Du bietest jetzt auch Ausbildung an?

Simon Doser: Richtig. Unter dem Label „Skill Me Now“ bieten wir Weiterbildungen an, die sogar staatlich gefördert sind (AZAV). Während STARSCAN (We create for you) die Produktion übernimmt, befähigen wir bei „Skill Me Now“ Unternehmen und Einzelpersonen, selbst Content zu erstellen.

Wir zeigen ihnen, wie sie mit dem Smartphone professionell filmen, wie sie KI im Marketing nutzen und wie sie ihre eigene Sichtbarkeit in die Handnehmen. Es ist Hilfe zur Selbsthilfe.

 

KAPITEL 5: Zeitmanagement fürUnternehmer

Ulvi I. Aydin: Ein häufiger Einwand, den ich von meinen Mandanten höre: „Videos? Dafür habe ich keine Zeit.“ Was antwortest du denen?

Simon Doser: Ich antworte: „Du hast keine Zeit, es nicht zu tun.“ Aber ich verstehe den Punkt. Unternehmer sind „busy“. Deswegen haben wir bei STARSCAN die Stapelproduktion(Batch Production) perfektioniert.

Wir blocken einen einzigen Drehtag. An diesem Tag produzieren wir Material für drei bis sechs Monate Social Media Content. Wir planen alles minutiös vor – mit Tools wie ASANA oder Trello. Am Drehtag selbst muss der Kunde nur noch „performen“.

Ulvi I. Aydin: Und wenn der Kunde kamerascheu ist?

Simon Doser: Fast jeder ist am Anfang nervös – das ist völlig menschlich. Genau hier kommt mein Team ins Spiel. Wir sehen uns nicht nur als Techniker, sondernals Gastgeber und Mentoren. Wir sorgen für den entscheidenden Wohlfühlfaktor.

Mein Team kümmert sich beim Dreh wirklich um alles: Das geht weit über die Kameraeinstellung hinaus. Vom professionellen Make-up über das Haar-Styling bis hin zur Feinabstimmung der Garderobe – wir lassen nichts demZufall überlassen. Aber der eigentliche Zauber passiert auf einer anderen Ebene: Wir arbeiten gemeinsam an der Körpersprache und geben Sicherheit imAuftreten.

Es ist dieser psychologische Effekt: Wenn du in den Spiegel schaust und dich in deiner Haut – und in deinem Look – absolut wohlfühlst, verändert das deine gesamte Aura. Du sprichst anders, du wirkst präsenter, du strahlsteine natürliche Autorität aus. Wir halten dir den Rücken komplett frei und schaffen eine Atmosphäre, in der du dich fallen lassen kannst.

Denn nur wer sich sicher fühlt, kann vor der Kamera wirklich authentisch sein. Am Ende sorgen wir dafür, dass du dich nicht nur gut präsentierst, sondern dich auch während des gesamten Prozesses verdammt gut fühlst. Wir nutzen Teleprompter, wenn Textsicherheit gefragt ist.

Aber noch lieber arbeite ich mit Interview-Techniken. Ich verwickle den Kunden in ein Gespräch, stelle Fragen, lasse ihn aus seiner Expertise erzählen. Dann vergessen die meisten die Kamera komplett. Das Ergebnis ist authentisch, nahbar und glaubwürdig. Wir stellen niemanden schwitzend ins Rampenlicht.

 

KAPITEL 6: Return on Invest& Erfolg

Ulvi I. Aydin: Am Ende des Tages zählt für den Unternehmer der ROI. Rechnet sich das?

Simon Doser: Absolut. Schauen wir uns die Fakten an. Plattformen wie Instagram oder LinkedIn pushen Videos (Reels) massiv. Wer nur Fotos postet, verliert an Reichweite.

Aber es geht nicht nur um Likes. Es geht um Umsatz. Ich habe Kunden, die stecken vierstellige Beträge im Monat in Social-Media-Werbung. Warum? Weil sie am Ende mehr rausbekommen.

Nehmen wir das Recruiting: Ein gutes Video, das dieUnternehmenskultur zeigt, spart dir zig teure Headhunter, weil sich plötzlich die richtigen Leute bewerben. Leute, die den „Vibe“ des Unternehmens schon im Video gefühlt haben.

Oder im Vertrieb: Ein Video, das Einwände vorwegnimmt, verkürzt den Verkaufszyklus. Der Kunde kommt schon „vorgewärmt“ ins Gespräch. Das ist bares Geld.

 

KAPITEL 7: Kreativität undZukunft

Ulvi I. Aydin: Zum Abschluss, Simon: Was bedeutet Kreativität für dich persönlich?

Simon Doser: Kreativität ist für mich Innovation mit einer klaren Botschaft. Es geht nicht darum, Dinge kompliziert zu machen – das wird oft verwechselt. Wahre Kreativität liegt in der Vereinfachung. Eine komplexe Idee so zu verpacken,dass sie jeder versteht und dass sie begeistert.

Für mich bedeutet es, aus dem Bestehenden etwas Neues zu formen, das einen echten Mehrwert bietet. Ob das ein neuer Schnittstil ist, der Einsatzeiner KI-Stimme oder einfach nur eine ungewöhnliche Kameraperspektive – solange es der Botschaft dient, ist es gut.

Ulvi I. Aydin: Ein schönes Schlusswort. Simon, ich danke dir für diesen tiefen Einblick.

Simon Doser: Ich danke dir, Ulvi.

:devider:

Über Simon Doser

Ausbildung: Diplom Audio Engineer (SAE München)

Stationen: Red RockProductions (Tutzing), Apple Retail Germany (München)

Unternehmen: Founder von STARSCAN Video & Social Media

Mission:Sichtbarkeit für Unternehmen durch High-End Videoproduktion und strategisches Storytelling.

Education:Gründer von „Skill Me Now“ (AZAV zertifizierte Weiterbildungen für SocialMedia, Videografie & KI).

Privat: Lebt mit seiner Familie im Allgäu, liebt dieBerge und die Verbindung von Natur & Technik.

Zitate zur Inspiration

"Die Zeit ist ein kostbares Gut, aber nur, wenn du weißt, wie du sie nutzen kannst."

"Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat." – Albert Einstein

Die STARSCAN Methode

Vision & Strategie: Erstgespräch zur Analyse des „Endgegners“ (Kundenproblem).

Konzept& Storytelling: Entwicklung der Heldenreise. Der Kunde ist der Held.

Produktion(Der Drehtag): EffizienteStapelproduktion, Wohlfühlatmosphäre, professionelles Equipment (Licht, Ton,Kamera).

Post-Production: Schnitt, Farben, Sounddesign.

Distribution: Das richtige Format für den richtigen Kanal (Reels, Website, LinkedIn).

Kunden & Partner (Auszug)

ELITHAIR

Ameritum

YesSmile

Ulvi I.Aydin (Interim Management) - AYCON Management Consulting GmbH  

 

Web-Tipps

Agentur: www.starscan.de – Für Unternehmen, dieErgebnisse wollen.

Weiterbildungen: www.skillmenow.de – Für alle, die lernen wollen, wie es geht.

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