Gastgeber
Ameritum – Ulvi I. AYDIN – Founder & CEO
Weitere Informationen: www.aycon.biz
Für wen dieses Format gedacht ist
Dieses Offsite richtet sich an Führungspersönlichkeiten, die bereit sind,
•
gewohnte Komfortzonen temporär zu verlassen,
•
sich auf einen reduzierten, bewusst einfachen Rahmen einzulassen,
•
Natur als Reflexionsraum zu nutzen,
•
Führung nicht nur zu diskutieren, sondern unter veränderten
Bedingungen zu durchdenken.
Es ist bewusst kein Format für alle. Qualität entsteht hier durch Auswahl und
durch die Bereitschaft, sich ernsthaft auf das Thema einzulassen.
Jenseits des gewohnten Rahmens
Was Führung wirklich trägt, zeigt sich selten im Büro.
Nicht im strukturierten Meeting, nicht im professionell ausgestatteten
Seminarraum. Entscheiden, managen und verhandeln verändern ihre
Qualität, wenn der gewohnte Rahmen bewusst verlassen wird.
Nach zwei Veranstaltungen im Hotelumfeld, in denen wir „Führen unter
Extrem bedingungen“ analytisch und praxisnah beleuchtet haben, folgt nun
der nächste konsequente Schritt: Führung nicht nur zu diskutieren, sondern
unter veränderten Bedingungen zu reflektieren und zu erleben.
Dieses Format richtet sich an Führungspersönlichkeiten, die Abstand vom
operativen Alltag suchen, um klarer zu denken, bewusster zu entscheiden
und ihre eigene Führungsrolle unter Belastung zu hinterfragen. Der Rahmen: bewusst reduziert
Der Austausch findet an einem außergewöhnlichen Ort in den Bergen statt.
Ohne Strom. Ohne Warmwasser. Ohne Präsentationstechnik. Ohne
klassische Seminaratmosphäre. Die Unterkunft ist bewusst schlicht gewählt.
Übernachtet wird im Schlafsack, gewaschen wird sich am Brunnen,
die Infrastruktur ist einfach.
Diese spartanisch gehaltene Umgebung ist kein Selbstzweck. Sie schafft
eine Form von Klarheit, die im gewohnten Komfort selten entsteht. Wenn
äußere Annehmlichkeiten wegfallen, rücken Haltung, Kommunikation
und Entscheidungsfähigkeit stärker in den Vordergrund. Diese Reduktion
ist kein Nebeneffekt, sondern Teil des Konzepts. Wer Führung unter
Belastung verstehen will, muss zumindest ansatzweise erfahren, wie sich
veränderte Rahmen bedingungen auf Wahrnehmung, Kommunikation und
Entscheidungs prozesse auswirken. Natur, Wetter, Geräusche, fehlende
Infrastruktur – all das schafft eine andere Dynamik. Konzentration entsteht
bewusster. Kommunikation wird unmittelbarer. Haltung wird sichtbarer. Auch
die äußeren Bedingungen sind nicht steuerbar. Ob Sonne oder Regen, unser
Format findet auf jeden Fall statt. Gerade darin liegt deine zentrale Erfahrung:
Führung bedeutet, mit gegebenen Rahmenbedingungen zu arbeiten, nicht
auf ideale zu warten.
Arbeitsweise: Dialog und Erfahrung
Die Gespräche finden draußen statt: auf Bänken, auf der Wiese, vor der
Hütte. Der Rahmen ist offen, aber inhaltlich klar geführt. Theorie wird nicht
losgelöst vermittelt, sondern im Kontext von Erfahrung reflektiert.
Ergänzend können Elemente hinzukommen, die Selbstüberwindung, Wahr-
nehmung und Teamdynamik erfahrbar machen. Diese sind bewusst gewählt
und inhaltlich eingebettet als Erfahrungsräume für Führung unter Belastung. Inhaltliche Perspektiven
Im Zentrum steht das Thema „Führen unter Belastung”.
Die Impulse kommen von zwei Persönlichkeiten mit operativer Führungserfahrung
in realen Hochrisiko- und Krisensituationen.
Referent Georg Hartmann ist ehemaliger Offizier des Kommandos Spezial-
kräfte (KSK). Über viele Jahre war er in militärischen Spezialeinheiten tätig
und trug Führungsverantwortung in internationalen Einsätzen, in denen Ent-
scheidungen unter Zeitdruck, mit unvollständiger Informationslage und hoher
persönlicher Verantwortung getroffen werden mussten. Mit über 20 Jahren
Einsatz- und Führungserfahrung im nationalen wie internationalen Umfeld
steht er für konsequente Führung, Entscheidungsstärke und Verantwortung
in Extremlagen.
Der zweite Referent ist international tätiger Krisenberater und
Verhandlungsexperte mit langjähriger Erfahrung in der Lösung von
Entführungs- und Erpressungsfällen. Er begleitet Unternehmen, Regierungen
und exponierte Persönlich keiten in akuten Krisensituationen und verhandelt
unter Bedingungen, in denen Fehlentscheidungen unmittelbare Konse-
quenzen haben. Seine Einsätze führten ihn unter anderem nach Afghanistan,
Somalia und Deutschland. Aus Gründen der Diskretion bleibt sein Name
anonym. An diesem Wochenende erlebst du ihn live und persönlich.
Die Perspektiven der Referenten beruhen auf gelebter Praxis:
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Wie bleibt Führung stabil, wenn äußere Stabilität fehlt?
•
Wie entsteht Klarheit bei Unsicherheit?
•
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Wie steuert man Kommunikation unter emotionalem Druck?
Welche Rolle spielt Selbstführung in kritischen Momenten?
Es geht darum, Entscheidungsarchitektur, Verantwortung und Haltung nicht
abstrakt zu diskutieren, sondern unter veränderten Bedingungen neu zu
betrachten
Was passiert, wenn dein Plan plötzlich nicht mehr funktioniert?
Wenn Ziele sich ändern. Wenn Informationen fehlen. Wenn Ressourcen wegfallen. Genau dann zeigt sich echte Führung.
Nicht im Meetingraum. Nicht in PowerPoint. Sondern unter Belastung. Deshalb gehen wir bewusst raus aus dem gewohnten Umfeld: Eine Berghütte in den Berchtesgadener Alpen 10.–12. Juli 2026 Ein intensives Offsite für Führungspersönlichkeiten, die mehr wollen als Theorie.
Mit dabei: – Ein ehemaliger KSK-Offizier mit echter Einsatzerfahrung – Ein internationaler Krisenverhandler aus realen Extremsituationen Keine Folien. Keine Standardmodelle. Kein Komfort. Dafür: ✔ Entscheidungen unter Unsicherheit ✔ Führung bei abrupten Veränderungen ✔ Klarheit, wenn Struktur fehlt
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Jenseits des gewohnten Rahmens
Kein chi-chi, kein bla-bla! Straight talking. Klare insights.
Fokussierung auf das Wesentliche.
Management-Training im Seminarraum? Nett. Aber wirkungslos.
Wir gehen dahin, wo Entscheidungen wirklich zählen: Kein Strom. Kein warmes Wasser. Kein Komfort. Nur du, dein Team – und die Realität.
Biwak. Lagerfeuer. Berghütte. Führung unter Bedingungen, die nichts beschönigen.
Wer hier besteht, führt auch im Business anders.
Wer ist bereit, Komfort gegen Klarheit zu tauschen?
:devider:
Wir haben das Seminar bereits in komfortabler Runde im LeMeridien in München abgehalten. Hier der Bericht vom November 2025.
Was passiert, wenn dein Plan plötzlich nicht mehr funktioniert?
Wenn Ziele sich ändern.
Wenn Informationen fehlen.
Wenn Ressourcen wegfallen.
Genau dann zeigt sich echte Führung.
Nicht im Meetingraum. Nicht in PowerPoint.
Sondern unter Belastung.
Deshalb gehen wir bewusst raus aus dem gewohnten Umfeld:
Eine Berghütte in den Berchtesgadener Alpen
10.–12. Juli 2026
Ein intensives Offsite für Führungspersönlichkeiten, die mehr wollen als Theorie.
Mit dabei:
– Ein ehemaliger KSK-Offizier mit echter Einsatzerfahrung
– Ein internationaler Krisenverhandler aus realen Extremsituationen
Keine Folien.
Keine Standardmodelle.
Kein Komfort.
Dafür:
✔ Entscheidungen unter Unsicherheit
✔ Führung bei abrupten Veränderungen
✔ Klarheit, wenn Struktur fehlt
Keine Ausreden! Keine Zeit! Keine zweite Chance!
Führung unter Extrembedingungen.
Führe! Entscheiden! Überleben!
Der Ameritum Workshop für Führungskräfte in Extremsituationen!
:devider:
Und bereits - das war das erste Seminar im April 2025 - auch im LeMeridien in München.
TOP Learnings für Manager!
Wie militärische Einheiten Krisen bewältigen.
Reduktion auf das Wesentliche – genau dort, wo Führung sichtbar wird.
Das Format ist bewusst limitiert und richtet sich nicht an alle.
Sondern an Führungspersönlichkeiten, die bereit sind, ihr eigenes Denken zu hinterfragen – und auf das nächste Level zu bringen.
Wenn du dazugehören willst: melde dich direkt bei Anastasia und bewirb dich.
Ulvi AYDIN (Jahrgang 1960) ist preisgekrönter Premium Executive Interim Manager (DDIM)Unternehmens- und Unternehmer-EntwicklerBeiratXING-InsiderSpeakerMarkenbotschafterBuchautor - AYCON BücherDEUTSCHE BÖRSE GRUPU zetifizierter und qualifizierter Aufsichtsrat:devider:Als international agierender Interim-CEO und -CSO unterstützt er mittelständische Unternehmen und Konzerne bei Marken- und Marktentwicklung, Neu-Positionierung, Restrukturierung und Vertriebsexzellenz. Als international agierender Interim-CEO und -CSO unterstützt er mittelständische Unternehmen und Konzerne bei Marken- und Marktentwicklung, Neu-Positionierung, Restrukturierung und Vertriebsexzellenz. AYDIN ist … … Mitglied im IBWF - Institut & Beraternetzwerk qualifizierter Unternehmensberater, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und Notare für den Mittelstand - IBWF… Mitglied im Berufsfachverband "Die KMU Berater-Bundesverband freier Berater e.V.“. - KMU Berater… zertifizierter BAFA Berater und zertifizierter „BERATER OFFENSIVE MITTELSTAND“. - BAFA… Mitglied im DDIM - Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. - DDIM … Mitglied im ArMiD, Aufsichtsräte Mittelstand in Deutschland e.V. - ArMIDZertifizierter & Qualifizierter Aufsichtsrat - DEUTSCHE BÖRSE GROUP - DEUTSCHE BÖRSE Über seine Erfahrungen als Interim Manager schreibt er in diversen Wirtschaft-Medien (Wirtschaftswoche, SpringerProfessional, Transformations-Magazin, Controller Magazin, Harvard Business Manager, etc.).
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About Ulvi I. AYDIN
Ulvi I. AYDIN: Als international agierender Interim-CEO und -CSO unterstützt er mittelständische Unternehmen und Konzerne bei Marken- und Marktentwicklung, Neu-Positionierung, Organisations-Entwicklung, Restrukturierung und Vertriebsexzellenz.
!AYCON Expertentalk mit Susanne Krüger-Lampe
Dieses Mal habe ich Susanne Krüger Lampe interviewt, Interim CHRO mit Schwerpunkt auf Restrukturierung, Transformation und Change. Wir sprechen über Machtstrukturen, Führung, Menschen und Mitbestimmung. Susanne, Du sagst sehr klar: Transformation ist immer eine Machtfrage. Warum wird das in Organisationen so häufig unterschätzt?
Weil die Unterscheidung zwischen formeller und informeller Macht häufig ausgeblendet wird. Formelle Macht ist weiterhin vorhanden, sie ist strukturell verankert und rechtlich legitimiert. Gleichzeitig hat in vielen Organisationen die informelle Macht deutlich an Gewicht gewonnen, weil sie sich an Kultur und Werte eines bestimmten Zeitgeists sowie an soziale Anschlussfähigkeit koppelt.
Das wirkt zunächst progressiv, ist aber ambivalent: Informelle Macht entzieht sich der klaren Steuerung und wird selten offen reflektiert. Statt über Macht zu sprechen, spricht man über Kultur, Purpose oder Zusammenarbeit und verschiebt die eigentlichen Einflussfragen in eine weichere Sprache. Viele Führungskräfte bewegen sich dadurch in einer Fiktion, in der Organisationen als harmonisch steuerbare Systeme erscheinen. Tatsächlich aber zirkuliert Macht permanent zwischen formellen und informellen Ebenen. Wird dieses Spannungsfeld nicht bewusst gemacht, wirkt es im Verborgenen weiter. Viele Führungskräfte würden jetzt sagen: „Wir haben doch klare Strukturen und Verantwortlichkeiten.“ Reicht das nicht aus?
Formale Strukturen sind notwendig, aber sie sind analytisch unzureichend. Sie bilden lediglich die deklarierte Ordnung ab, nicht jedoch die gelebte. In der Praxis existiert parallel dazu ein informelles Geflecht aus Beziehungen, Loyalitäten und Einflusslinien, das häufig wirkmächtiger ist als jede Hierarchie. Entscheidungen werden dort vorbereitet, vorinterpretiert und teilweise bereits entschieden, bevor sie formal getroffen werden. Wer sich ausschließlich am aktuellen Organigramm orientiert, verwechselt Struktur mit Wirkung. Organisationen funktionieren aber nicht als mechanische Systeme. Sie sind soziale Arenen, in denen unterschiedliche Machtverhältnisse wirken. Typische Träger informeller Macht finden sich dabei oft an unerwarteten Stellen: Empfangspersonal etwa, weil es Zugänge steuert und frühzeitig Stimmungen aufnimmt; Assistenzkräfte auf Top-Management-Ebene, weil sie Termine, Informationsflüsse und Prioritäten beeinflussen; oder langjährige Fachkräfte, deren Erfahrungswissen faktisch unverzichtbar ist. Ihre Macht speist sich nicht aus Position, sondern aus Nähe, Wissen und Kontrolle über Schnittstellen. Das klingt fast so, als wäre formelle Macht bedeutungslos geworden.
Sie ist keineswegs bedeutungslos, aber ihre Durchsetzung ist kontingent geworden. Formelle Macht schafft Legitimation und definiert Entscheidungsräume, doch sie ist in ihrer Anwendung sozial eingebettet. Wer sie isoliert ausspielt, erzeugt Widerstand oder zumindest Entkopplung. Informelle Macht hingegen wirkt relational, d. h. sie basiert auf Vertrauen, Reputation und situativer Kompatibilität. In vermeintlich modernen Organisationen verschiebt sich die Wirksamkeit zunehmend in diese informelle Sphäre. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, beide Ebenen zu integrieren. Wer das nicht leistet, verliert entweder an Autorität oder an Einfluss. Was bedeutet das konkret für Transformationen?
Transformationen sind immer Interventionen in bestehende Machtgefüge. Sie destabilisieren etablierte Ordnungen und erzeugen neue Verteilungen von Einfluss. Das bedeutet zwangsläufig, dass Interessen berührt und teilweise verletzt werden. Widerstand ist daher eine normale, systemimmanente Reaktion.
Für Transformationsverantwortliche reicht es deshalb nicht aus, nur das aktuelle Organigramm zu betrachten. Ebenso wichtig ist der Blick in die Vergangenheit: Frühere Organigramme zeigen, welche Bereiche an Einfluss verloren haben, wo es Gewinner und Verlierer gab, welche Personen welche Stationen durchlaufen haben und welche Standorte einmal strategisch bedeutsam waren. Wer die Historie von Organigrammen konsequent analysiert, erkennt die verborgene Grammatik organisationaler Macht. Gleichzeitig greift auch diese Analyse allein zu kurz. Um eine Transformation wirksam zu steuern, sollten die Verantwortlichen zusätzlich ein eigenes „Organigramm der Macht“ entwickeln: eine Darstellung der tatsächlichen Einflussstrukturen jenseits formaler Hierarchien. Darin werden informelle Netzwerke, Schlüsselpersonen und reale Entscheidungswege sichtbar. Erst in der Verbindung aus historischer Struktur und aktueller Machtanalyse entsteht ein belastbares Bild der Organisation. Ein Thema, das du in deinem aktuellen Whitepaper diskutierst, ist Mitbestimmung. Viele sehen sie als Schlüssel für erfolgreiche Transformation. Wie siehst du das?
Mitbestimmung ist ein hochwirksames Instrument, wenn sie präzise eingesetzt wird. Problematisch wird sie dort, wo sie ideologisch überhöht wird. Nicht jede Entscheidung ist geeignet für kollektive Aushandlung. Organisationen benötigen klare Setzungen ebenso wie partizipative Elemente. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen dem „Ob“ und dem „Wie“. Wird diese Differenz verwischt, entsteht entweder Scheinbeteiligung oder Entscheidungsunfähigkeit. Gute Mitbestimmung erhöht die Qualität von Entscheidungen, schlechte Mitbestimmung unterminiert sie.
Viele sagen, man müsse einfach früh und transparent kommunizieren.
Das greift zu kurz. Kommunikation ist kein Wert an sich, sondern ein Instrument der Steuerung. Ihre Wirkung hängt vom Kontext, vom Timing und von den beteiligten Akteuren ab. Informationen entfalten Eigendynamiken, sobald sie in Umlauf gebracht werden. Sie werden interpretiert, umgedeutet und strategisch genutzt. Deshalb ist die Frage nicht, ob man kommuniziert, sondern wie, wann und mit wem. Eine undifferenzierte Transparenz kann ebenso schädlich sein wie Intransparenz.
Kannst du das konkretisieren?
Fehlt Kommunikation, entstehen schnell Gerüchte und Unsicherheit, etwa wenn Restrukturierungen inoffiziell durchsickern und Widerstand entsteht, bevor überhaupt Klarheit besteht. In solchen Situationen füllen informelle Netzwerke das Informationsvakuum, häufig mit verzerrten oder zugespitzten Deutungen, die sich kaum noch einfangen lassen.
Wird hingegen zu früh oder zu umfassend informiert, kippt die Dynamik in Selbstschutz: Betroffene sichern Positionen, halten Wissen zurück oder blockieren Veränderungen aktiv. Projekte werden dann schleichend unterlaufen, bis ihre Umsetzung faktisch unmöglich wird und die Transformation schon im Keim erstickt. Wo siehst du die Rolle von HR bei Transformation?
HR besitzt eine besondere Position, weil es strukturelle, kulturelle und politische Dimensionen gleichzeitig überblicken kann. Dennoch wird diese Rolle häufig unterschätzt oder nicht konsequent genutzt. Wenn HR nicht auf C-Level eingebunden ist, fehlen genau diese Perspektiven in der Entscheidungsfindung. Das offenbart sich dann schnell in Maßnahmen, die kurzfristig plausibel erscheinen, langfristig jedoch Instabilität erzeugen. HR muss sich daher vom reaktiven Dienstleister zum strategischen Akteur entwickeln. Das bedeutet auch, Macht zu analysieren und aktiv zu gestalten. Zum Abschluss: Was ist der größte Fehler in Transformationen?
Einer der größten Fehler ist die Verweigerung gegenüber der Machtfrage. Viele Führungskräfte bevorzugen eine rationalisierte Sicht auf Organisationen, weil sie handhabbarer erscheint. Doch diese Sicht blendet zentrale Dynamiken aus. Macht verschwindet nicht, wenn man sie ignoriert, sie verlagert sich in den informellen Raum. Dort entzieht sie sich der Steuerung und wirkt umso stärker. Transformation scheitert häufiger als angenommen an einer mangelhaften Strategie und der damit einhergehenden fehlenden Auseinandersetzung mit den realen Kräften im System. Und dein wichtigster Rat?
Nehmen Sie Macht als analytische Kategorie ernst. Wenn Sie die Machtstrukturen erkennen, können Sie Transformation bewusst gestalten, statt von ihr überrascht zu werden. Es geht darum, Interessen sichtbar zu machen, Dynamiken zu antizipieren und gezielt zu intervenieren. Diese Kompetenz ist für mich die absolute Voraussetzung für wirksame Führung. Wer sie entwickelt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, Transformation erfolgreich umzusetzen. About
Susanne Krüger-Lampe ist Expertin für die Neuausrichtung administrativer HR-Abteilungen. Ihr Schwerpunkt liegt auf Restrukturierung, Transformation und Change – besonders in herausfordernden Führungssituationen. Ihre Erfahrung zeigt: Veränderungen müssen nicht weichgespült, sondern klar gestaltet werden. Ihr Ansatz lautet: unangenehme Entscheidungen verständlich machen und wirksam umsetzen. Mehr Infos: www.krueger-lampe.de
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!AYCON Expertentalk mit Susanne Krüger-Lampe
Transformation ist immer eine Machtfrage.
Warum wird das in Organisationen so häufig unterschätzt?
ALL EYES ON: ULVI AYDIN, INTERNATIONAL TÄTIGER INTERIM MANAGERWir befinden uns in einer Zeit, in der sich Unternehmen stetig verändern und verbessern müssen. Wie geht es voran, wenn die Organisation den Change nicht aus eigener Kraft stemmen kann? Die Antwort heißt Interim Management.Eine Ikone in diesem Bereich ist Ulvi Aydin. Der Premium Executive Interim Manager, Unternehmensentwickler, Beirat und Buchautor blickt mittlerweile auf 35 Jahre Erfahrung in Handel und Industrie zurück. Mit Aycon, seinem Unternehmen, ist er international bei mittelständischen Unternehmen und Konzernen im Einsatz und hilft, sie wieder auf einen nachhaltig wirtschaftlichen Kurs zu bringen. Im Interview spricht er über seine Erfahrung und seine Tätigkeit.SIE SIND JA JETZT SEIT ÜBER 21 JAHREN INTERIM MANAGER. WAS IST IHRE AUSRICHTUNG?Ich habe drei „Fields of Expertise“.Going-to-Market-StrategienRestrukturierungVakanz-ÜberbrückungBei Going-to-Market-Strategien geht es um die Entwicklung von schnell wirkenden Maßnahmen zu Umsatzsteigerung, Erhöhung des Absatzes, Abbau von Lagerbeständen, etc. Wenn ich gerufen werde, stapeln sich oft die Probleme und / oder es gibt einen Entscheidungsstau. Ich muss in der Regel Konzepte entwickeln, die innerhalb von sehr wenigen Wochen tatsächlich umgesetzt werden.Turn-Around bedeutet – allgemein gesprochen – einen Schwung zu etwas Besserem.Eine Wende, weil die neue Richtung bessere Resultate verspricht. Ein Turn-Around ist nicht so sehr tief gehend undgrundsätzlich wie eine Restrukturierung.Ein Strukturwandel – also eine „echte“ Restrukturierung – bedeutet eine wirklich wesentliche, umfassende und eineweitreichende Änderung.Die Restrukturierung ist in der Regel „brutaler“, tiergehender, umfassender und auch schmerzhafter ist als ein Turn-Around.Restrukturierung ist in einem Unternehmen die grundsätzliche, die grundlegende Veränderung in der Ausrichtung und in den Prozessen!Es ist eine wesentliche (Ver-)Änderung aller Abläufe. Aller!Bei der Restrukturierung geht es um z.B. Abwendung von Insolvenzen. Bei einer Restrukturierung ist „echt schnelles Handelns angesagt. Ich will hier mal den Unterschied beschreiben – da gibt es oft Verwirrungen – was die Unterschiede zwischen Veränderungs-Management, Restrukturierung und Turn-Around sind: Veränderungsmanagement – oder Change Management (CM) – ist die Gesamtheit aller Aufgaben, Maßnahmen, Tätigkeiten und Entscheidungen, zur einer tief gehenden, umfassenden, bereichsübergreifenden und inhaltlich weitreichenden Veränderung. Das Ziel ist die Umsetzung neuer Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen in einem Unternehmen.Die Erwartung ist immer dieselbe: Überleben! Verlust abbauen, Gewinn machen, langfristig aus der Sackgasse rauskommen. Nicht mehr „hinten“ sein – sondern „vorne“ mitspielen. Nicht mehr reagieren, sondern agieren. Das Heft des Handelns wieder in die Hand nehmen.Change Management kann bedeuten, eine Restrukturierung zu managen – oder auch einen Turn-Around.ÄNDERT SICH DAS MANDAT UND ÄNDERN SICH DIE AUFGABEN, NACHDEM SIE GESTARTET SIND?Sehr gute Frage! Ja! Faktisch immer. Die Anamnese zeigt nach maximal drei Tagen, dass die „Probleme“ fast immer anders oder andere sind bzw. dass viel mehr als ursprünglich gedacht ineinander greift. Dann und da muss ich den Gesellschaftern und dem Management darstellen, wo die Probleme wirklich liegenund was wann zu tun ist.WERDEN IHRE VORSCHLÄGE AKZEPTIERT?In der Regel immer. Es ist wie bei einem Patienten und bei einem Arzt: Der Patient ist immer froh, wenn er eine Expertensicht von außen erhält, also eine objektive, unabhängige Sicht und konkrete Vorschläge. Denn das bedeutet Vorschläge ohne 20 Konferenzen und zig Workshops.HILFT IHNEN DABEI IHRE ERFAHRUNG?Absolut! Mit der Erfahrung aus den mehr als 20 Mandaten kann ich schnell erkennen, „wo der Hund begraben liegt“. Es gilt hier der absolut wahre Satz: „You don’t pay me for the few hours I needed to accomplish the job. You pay me for my 30 years of experience that made me an expert being able to do the job in that short time!“
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Ulvi I. AYDIN im Gespräch mit der SABS
ALL EYES ON: ULVI AYDIN, INTERNATIONAL TÄTIGER INTERIM MANAGER
Disruptiere dich selbst, bevor du disruptiert wirst.Die meisten Menschen - und dmit auch sehr viele Unternehmen - haben Angst vor Veränderung.Sie hoffen, dass ihr Geschäftsmodell weiter funktioniert.Dass ihre Erfahrung sie schützt.Dass der Markt sich schon irgendwie anpasst.Doch genau das ist gefährlich.Denn die größte Gefahr ist nicht die Veränderung selbst.Die größte Gefahr ist Stillstand.Kodak hat die Digitalkamera erfunden — und trotzdem die digitale Revolution verschlafen.Warum?Weil das bestehende Geschäft zu profitabel war.Weil man am Alten festhielt.Das Ergebnis kennen wir alle.Oder Quelle.Der legendäre Quelle-Katalog lag einst millionenfach in deutschen Haushalten. In Spitzenzeiten hatte er eine Auflage von rund 8 bis 9 Millionen Exemplaren.Quelle war Marktführer.Eine Institution.Doch während Amazon den Onlinehandel neu definierte, glaubte man weiterhin an Papier, Prozesse und alte Gewissheiten.Größe schützt nicht vor Bedeutungslosigkeit.Wer heute nicht bereit ist, sich selbst zu hinterfragen, wird morgen vom Markt hinterfragt.Wer sich nicht selbst neu erfindet, wird ersetzt.Von mutigeren Menschen.Von schnelleren Unternehmen.Von Technologien, die keine Rücksicht auf Gewohnheiten nehmen.Disruption passiert nicht irgendwann.Sie passiert jeden Tag.KI verändert Berufe.Neue Plattformen verändern ganze Branchen.Kunden verändern ihr Verhalten schneller als jemals zuvor.:devider:Und trotzdem klammern sich viele an alte Prozesse, alte Denkweisen und alte Sicherheiten.Aber Sicherheit ist oft nur eine Illusion.Die Wahrheit ist:Du hast zwei Möglichkeiten.Entweder du wirst Opfer der Veränderung.Oder du wirst ihr Treiber.Sei kein Zuschauer.Sei Täter.Sei Macher.Stelle alles in Frage.Dein Geschäftsmodell.Deine Routinen.Deine Meetings.Deine Produkte.Deine Überzeugungen.Vor allem aber:Stelle dich selbst in Frage.Wann hast du das letzte Mal bewusst etwas verlernt?Wann hast du das letzte Mal eine unbequeme Entscheidung getroffen?Wann hast du das letzte Mal etwas getan, das dich wirklich herausfordert?Wachstum beginnt dort, wo Bequemlichkeit endet.Die erfolgreichsten Menschen und Unternehmen warten nicht darauf, dass der Druck von außen kommt.Sie erzeugen ihn selbst.Sie verändern sich, bevor sie müssen.Sie greifen ihr eigenes Geschäftsmodell an, bevor es andere tun.Die Zukunft gehört nicht den Größten.Sondern denen, die bereit sind, sich immer wieder neu zu erfinden.Disruptiere dich selbst.Bevor es jemand anderes tut.
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Das QUELLE und das KODAK Symptom!
Disruption passiert nicht irgendwann. Sie passiert jeden Tag.
Und trotzdem klammern sich viele an alte Prozesse, alte Denkweisen und alte Sicherheiten.
Fünf Begriffe. Ein Problem: Kaum jemand versteht den Unterschied.In deutschen Unternehmen gibt es inzwischen fünf Begriffe, die regelmäßig wild durcheinander geworfen werden:Transformation.Turnaround.Change Management.Restrukturierung.Sanierung.Und spätestens seit jeder zweite Berater „Transformationsexperte“ in seinem LinkedIn-Profil stehen hat, klingt plötzlich selbst der Austausch der Kaffeemaschine nach strategischer Neuausrichtung.Dabei reden wir über komplett unterschiedliche Dinge.Hier die Realität:1. Change ManagementDas ist der weicheste Begriff von allen.Es geht darum, Veränderungen in Organisationen zu begleiten:neue Prozesseneue Systemeneue Rollenneue Kulturneue FührungsmodelleKurz gesagt:Das Unternehmen funktioniert grundsätzlich noch.Die Menschen sollen nur lernen, anders zu arbeiten.Das größte Problem ist hier meist nicht Liquidität, sondern Akzeptanz.Viele verwechseln das schon mit Krise.Ist es aber nicht.—2. TransformationTransformation ist größer als Change Management.Hier verändert sich nicht nur das Verhalten oder die Organisation, sondern das Geschäftsmodell, die strategische Ausrichtung oder die gesamte Wertschöpfung.Beispiele:vom Produktanbieter zur Plattformvon analog zu digitalvon klassischer Fertigung zu datengetriebenen Servicesneue Märkteneue Technologienneue GeschäftslogikTransformation bedeutet:Das Unternehmen will künftig anders Geld verdienen als bisher.Und genau deshalb ist Transformation gefährlich, wenn sie nur aus Buzzwords besteht.Denn viele Unternehmen nennen inzwischen alles „Transformation“:SAP-Einführung = Transformationneues Organigramm = TransformationHomeoffice-Regelung = TransformationNein.Nicht jede Veränderung ist Transformation.Manchmal ist es einfach nur ein neues Prozesshandbuch mit teurer Beratung daneben.—3. RestrukturierungJetzt wird es operativ.Hier geht es darum, ein Unternehmen strukturell neu aufzustellen:Kosten runterProzesse effizienterHierarchien verschlankenGeschäftsfelder bereinigenOrganisation neu ausrichtenEine Restrukturierung kann präventiv sein.Sie muss nicht bedeuten, dass das Unternehmen kurz vor der Insolvenz steht.Gute Unternehmer restrukturieren, BEVOR die Bank nervös wird.Schlechte Unternehmer machen noch drei Strategieworkshops über „Vision & Purpose“ und wundern sich später über gebrochene Covenants.—4. SanierungJetzt reden wir über eine echte Krise.Liquidität ist knapp.Banken verlieren Vertrauen.Lieferanten werden nervös.Gesellschafter diskutieren hektisch.Und plötzlich entdecken alle ihre Liebe zu Excel-Tabellen.Sanierung bedeutet:Das Unternehmen muss wirtschaftlich überlebensfähig gemacht werden.Das ist keine PowerPoint-Übung mehr.Das ist harte Realität:Cash sichernFinanzierung stabilisierenVerluste stoppenStrukturen radikal anpassenmanchmal auch Management austauschenHier geht es nicht mehr um „New Work“.Hier geht es um Überleben.—5. TurnaroundUnd jetzt kommt der Begriff, den besonders viele falsch benutzen.Turnaround ist NICHT die Analyse.NICHT der Workshop.NICHT die Strategiepräsentation.Turnaround ist das Ergebnis.Ein Unternehmen dreht von negativ auf positiv.Von Verlust auf Profitabilität.Von Krise auf Zukunftsfähigkeit.Der Turnaround passiert also NACH erfolgreicher Restrukturierung oder Sanierung.Wer mitten im Chaos schon vom „erfolgreichen Turnaround“ spricht, verkauft oft Hoffnung im Premium-Design.—Deshalb sollte man sauber unterscheiden:Change Management = Veränderung begleitenTransformation = Geschäftsmodell oder strategische Logik verändernRestrukturierung = Unternehmen operativ neu ordnenSanierung = Existenz sichernTurnaround = die Wende tatsächlich schaffenEigentlich nicht kompliziert.Trotzdem werfen viele alles in einen Topf.Wahrscheinlich, weil sich „Chief Transformation Officer“ auf LinkedIn spektakulärer anhört als:„Wir haben unsere Kosten jahrelang ignoriert und müssen jetzt dringend handeln.“
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Nicht jedes Problem ist Transformation. Manche sind einfach schlecht gemanagt!
Die Anschaffung einer neuen Kaffeemaschine mit Mitarbeiterbeteiligung ist noch (lange) keine Transformation!
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