Mach es wie AMAZON!

Amazon in Deutschland: 40,9 Milliarden Umsatz!
Aber wo wird der Gewinn besteuert?
Amazon weist für Deutschland rund 40,9 Milliarden US-Dollar Umsatz aus.
Für CFOs und Investoren ist die entscheidende Frage nicht der Umsatz. Sondern:
Wo entsteht der steuerpflichtige Gewinn?
Öffentlich sichtbare Daten in Deutschland:
Eine zentrale operative Gesellschaft zeigt:
- 224,8 Mio. € Umsatz
- 12,2 Mio. € Steuern vom Einkommen und Ertrag
Das Delta ist offensichtlich:
40 Milliarden Marktumsatz vs. wenige hundert Millionen lokal ausgewiesener Umsatz
Das ist kein Reporting-Fehler.
Das ist Struktur.

Ökonomische Einordnung:
Wenn man konservativ rechnet:
- angenommene Marge: 3–5 %
- potenzieller Gewinn auf Deutschland-Umsatz: ~1,2–2,0 Mrd. €
- typische Steuerbelastung (KSt + GewSt): ~25–30 %
Implizite Steuergröße: ~300–600 Mio. €
Diese Zahl ist keine Ist-Größe.
Aber sie definiert eine ökonomische Erwartungszone, wenn Wertschöpfung lokal besteuert würde.
Was bedeutet das für Investoren?
Es zeigt einen fundamentalen Unterschied zwischen zwei Geschäftsmodellen:
1. Klassischer DAX-Konzern:
- Wertschöpfung ≈ Standort
- Gewinn ≈ operative Aktivität
- Steuer ≈ lokal nachvollziehbar
2. Plattform-/Tech-Konzern:
- Umsatz ≠ Wertschöpfungsort
- Gewinn = Ergebnis von Struktur + Allokation
- Steuer = Ergebnis internationaler Architektur
Das ist kein moralisches Thema.
Das ist ein Systemdesign-Thema.
Die eigentliche Frage lautet:
Wie robust ist ein Steuersystem, wenn die Steuerbasis entkoppelt vom Markt entsteht?
Und jetzt zur unternehmerischen Perspektive:
Was vielen Unternehmen tatsächlich helfen würde, ist nicht die nächste politische Debatte über Steuersätze.
Sondern eine einfache Frage:
Gelten für alle Marktteilnehmer die gleichen strukturellen Möglichkeiten?
Denn:
Wenn internationale Strukturen es erlauben, Gewinne innerhalb legaler Rahmenbedingungen in andere Jurisdiktionen zu verlagern, dann entsteht ein faktischer Unterschied zwischen:
- lokal gebundenen Geschäftsmodellen
- und global skalierbaren Strukturen
Oder anders formuliert:
Nicht jeder kann seine Steuerbasis geografisch optimieren.
Aber diejenigen, die es können, haben einen strukturellen Vorteil.
Fazit für CFOs und Investoren:
Es geht nicht um „zu viel“ oder „zu wenig“ Steuer.
Es geht um Vergleichbarkeit von Steuerregimen bei unterschiedlichen Geschäftsmodellen.
Solange diese nicht gegeben ist, gilt:
Der Wettbewerb findet nicht nur im Markt statt sondern auch im Steuerdesign!
Quellen (Auswahl):
- Amazon Geschäftsbericht 2024 (SEC Filing)
- Jahresabschluss Amazon Deutschland Services GmbH 2024
- Branchenzahlen textil+mode
Die zentrale Frage ist nicht politisch.
Sie ist ökonomisch:
Wo entsteht der Gewinn – und wer hat die Möglichkeit, ihn zu steuern?
:devider:
Entscheidende Frage? Sollen wir Unternehmer das auch machen?
Umsätze in Deutschland! Aber Gewinne verlagern in Steuer-Oasen?
Viele Unternehmer machen das auch schon, was AMAZON schon lange SEHR PROFITABEL praktiziert.
Sind (schon jetzt) die in Deutschland Körperschaftssteuer zahlenden Unernehmer schlichweg die doofen?
Klarheit




