Netzwerken: das Spiel der wenigen – nicht der vielen!Von Ulvi AydinAlle reden über Netzwerken. Alle denken, sie können es. Bullshit! Echtes Netzwerken ist eine Fähigkeit, die nur wenige beherrschen. Und es ist das wichtigste Werkzeug, das wir in der Geschäftswelt haben können. Wer heute nicht richtig netzwerkt, ist morgen weg vom Fenster! Ich habe in 56 Ländern gearbeitet. Ich bin Interim Manager, Beirat und begleite Unternehmen auf höchster Ebene. Jedes Jahr sehe ich unzählige Firmen von innen – in allen Branchen, von Start-ups bis zu Konzernen. Ich habe fast täglich mit CEOs, Aufsichtsräten, Sanierern und Banken zu tun. Ich weiß, wie Unternehmen wirklich ticken. Und eines haben die Erfolgreichen alle gemeinsam: Sie haben ein starkes Netzwerk. Kein oberflächliches „Lass uns mal connecten“-Gedöns. Sondern echte, belastbare Beziehungen. Beziehungen, die über Jahre gewachsen sind, auf Vertrauen basieren – und in entscheidenden Momenten den Unterschied machen.LinkedIn & Co: Kakophonie der AufmerksamkeitViele denken, Netzwerken bedeutet, tausende Kontakte auf LinkedIn zu sammeln. Falsch! LinkedIn ist heute ein überkommerzialisiertes, künstliches System. Eine Kakophonie der Aufmerksamkeit. Ein digitaler Jahrmarkt der Eitelkeiten. Algorithmen bestimmen, wer dich sieht. Posts sind gefiltert, Interaktionen oft gekünstelt. Das bedeutet nicht, dass in den sozialen Medien kein Geschäft zustande kommen kann. Aber: Echtes Netzwerken passiert offline. Beim Mittagessen, beim vertraulichen Gespräch, in einem exklusiven Zirkel. Wer glaubt, dass eine LinkedIn-Anfrage eine Beziehung schafft, lebt in einer Illusion.Der soziale KittWie sagen es die Amis so schön: Every business is a people’s business! Geschäfte werden immer noch zwischen Menschen gemacht. Ich kenne keine einzige wirklich große Entscheidung, die durch eine LinkedIn-Message gefallen ist. Deals entstehen am Tisch, bei einem Handschlag, bei einem Glas Wein nach einem langen Tag. Wer diese soziale Ebene nicht versteht, bleibt auf der Strecke! Gerade in einer Zeit, in der Meetings durch Zoom ersetzt werden und E-Mails das persönliche Gespräch ablösen, wird der „soziale Kitt“ immer wichtiger. Er hält Unternehmen, Partnerschaften und Karrieren zusammen.Netzwerken ist ein Investment!Gute Netzwerke entstehen nicht über Nacht. Sie brauchen Zeit, Pflege und vor allem Loyalität. Die besten Netzwerke basieren auf gegenseitigem Vertrauen, auf gemeinsamen Erlebnissen und auf Verlässlichkeit. Nicht auf billigen „Win-Win“-Parolen. Wer nur netzwerkt, um etwas zu bekommen, hat verloren. Netzwerken heißt: Geben, bevor man nimmt. In all meinen Dekaden als Unternehmer und Manager war ich immer auch Netzwerker. Immer wieder habe ich erlebt, wie wertvoll diese Haltung ist. Ein starkes Netzwerk lebt nicht davon, dass einer allein den Nutzen daraus zieht. Nein! Es lebt davon, dass die Verbindungen untereinander stark sind. Die besten Netzwerke funktionieren wie ein lebendiges Ökosystem: Sie gedeihen, weil die Menschen in ihnen sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind. Und das oft ohne dein direktes Zutun.Ameritum – ein exklusiver ZirkelGenau aus diesem Grund habe ich Ameritum gegründet. Ein Netzwerk-Club der Ambitionierten, Charakterstarken und Weltoffenen. Ein Business-Club, der nicht auf Masse, sondern auf Klasse setzt. Persönliche Beziehungen statt Algorithmus-Müll. Diversität statt immer derselben Blase. Ethik statt Haifischbecken. Hier zählen keine Fake-Kontakte. Hier zählt Verbindlichkeit. Es geht nicht darum, wer die meisten Follower hat, sondern wer wirklich etwas bewegt. Ameritum ist nicht für jeden und jede. Es ist für diejenigen, die wissen, dass Netzwerken die wichtigste Währung im Business ist.Wir haben schon einige richtig gute Menschen in diesem Netzwerk zusammengebracht. Ich tue das nicht, um mich selbst ins Rampenlicht zu stellen, sondern weil ich spüre, dass sich jeder Einzelne dort gegenseitig bereichern kann. Und das schönste daran: Wenn man Jahre später erfährt, dass aus diesen Begegnungen Partnerschaften, Freundschaften und sogar große berufliche Erfolge entstanden sind. Das sind die Momente, in denen du merkst, dass Netzwerken nicht nur ein berufliches Werkzeug ist, sondern eine Lebenskunst. Und diese Momente erfüllen dich mit einer tiefen Zufriedenheit, die kein kurzfristiger Erfolg je erreichen könnte.Voneinander lernen!Anfang April veranstalten wir einen Workshop für Ameritum-Mitglieder: Wir haben einen ehemaligen Elite-Soldaten, einen ehemaligen Bundeswehr-Offizier und Kidnap Rsponse Consultant sowie einen ehemaligen Offizier der Spezialkräfte der Bundeswehr eingeladen, die über Verhandlungstechniken, Krisenmanagement und den Workflow von Elitesoldaten berichten. Daraus können wir alle etwas für unseren Business-Alltag lernen! Wer gerne dabei sein möchte, muss Ameritum-Member werden. Anfragen bearbeite ich persönlich!Fazit: Kein Netzwerk – keine Zukunft!Ohne ein starkes Netzwerk ist es schwer. Netzwerken ist keine Kür, es ist Pflicht. Aber nicht mit jedem, sondern mit den richtigen Leuten. Wer sich nur auf digitale Plattformen verlässt, wird irgendwann merken, dass er oder sie alleine dasteht. Also: Raus aus der Online-Illusion, rein in echte Beziehungen. Am Ende gewinnt, wer die richtigen Menschen um sich hat. So war es immer. So wird es immer sein!
Netzwerken: das Spiel der wenigen – nicht der vielen!
Von Ulvi Aydin
Alle reden über Netzwerken. Alle denken, sie können es. Bullshit! Echtes Netzwerken ist eine Fähigkeit, die nur wenige beherrschen. Und es ist das wichtigste Werkzeug, das wir in der Geschäftswelt haben können. Wer heute nicht richtig netzwerkt, ist morgen weg vom Fenster!
Ich habe in 56 Ländern gearbeitet. Ich bin Interim Manager, Beirat und begleite Unternehmen auf höchster Ebene. Jedes Jahr sehe ich unzählige Firmen von innen – in allen Branchen, von Start-ups bis zu Konzernen. Ich habe fast täglich mit CEOs, Aufsichtsräten, Sanierern und Banken zu tun. Ich weiß, wie Unternehmen wirklich ticken. Und eines haben die Erfolgreichen alle gemeinsam: Sie haben ein starkes Netzwerk. Kein oberflächliches „Lass uns mal connecten“-Gedöns. Sondern echte, belastbare Beziehungen. Beziehungen, die über Jahre gewachsen sind, auf Vertrauen basieren – und in entscheidenden Momenten den Unterschied machen.
LinkedIn & Co: Kakophonie der Aufmerksamkeit
Viele denken, Netzwerken bedeutet, tausende Kontakte auf LinkedIn zu sammeln. Falsch! LinkedIn ist heute ein überkommerzialisiertes, künstliches System. Eine Kakophonie der Aufmerksamkeit. Ein digitaler Jahrmarkt der Eitelkeiten. Algorithmen bestimmen, wer dich sieht. Posts sind gefiltert, Interaktionen oft gekünstelt. Das bedeutet nicht, dass in den sozialen Medien kein Geschäft zustande kommen kann. Aber: Echtes Netzwerken passiert offline. Beim Mittagessen, beim vertraulichen Gespräch, in einem exklusiven Zirkel. Wer glaubt, dass eine LinkedIn-Anfrage eine Beziehung schafft, lebt in einer Illusion.
Netzwerken! Come together at "Macherei" in München 2024
Der soziale Kitt
Wie sagen es die Amis so schön: Every business is a people’s business! Geschäfte werden immer noch zwischen Menschen gemacht. Ich kenne keine einzige wirklich große Entscheidung, die durch eine LinkedIn-Message gefallen ist. Deals entstehen am Tisch, bei einem Handschlag, bei einem Glas Wein nach einem langen Tag. Wer diese soziale Ebene nicht versteht, bleibt auf der Strecke! Gerade in einer Zeit, in der Meetings durch Zoom ersetzt werden und E-Mails das persönliche Gespräch ablösen, wird der „soziale Kitt“ immer wichtiger. Er hält Unternehmen, Partnerschaften und Karrieren zusammen.
Netzwerken ist ein Investment!
Gute Netzwerke entstehen nicht über Nacht. Sie brauchen Zeit, Pflege und vor allem Loyalität. Die besten Netzwerke basieren auf gegenseitigem Vertrauen, auf gemeinsamen Erlebnissen und auf Verlässlichkeit. Nicht auf billigen „Win-Win“-Parolen. Wer nur netzwerkt, um etwas zu bekommen, hat verloren. Netzwerken heißt: Geben, bevor man nimmt. In all meinen Dekaden als Unternehmer und Manager war ich immer auch Netzwerker. Immer wieder habe ich erlebt, wie wertvoll diese Haltung ist. Ein starkes Netzwerk lebt nicht davon, dass einer allein den Nutzen daraus zieht. Nein! Es lebt davon, dass die Verbindungen untereinander stark sind. Die besten Netzwerke funktionieren wie ein lebendiges Ökosystem: Sie gedeihen, weil die Menschen in ihnen sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind. Und das oft ohne dein direktes Zutun.
Netzwerken! Schnittstellengifel mit MÖBELKULTUR und HERMES Einrichtung Service 2024
Ameritum – ein exklusiver Zirkel
Genau aus diesem Grund habe ich Ameritum gegründet. Ein Netzwerk-Club der Ambitionierten, Charakterstarken und Weltoffenen. Ein Business-Club, der nicht auf Masse, sondern auf Klasse setzt. Persönliche Beziehungen statt Algorithmus-Müll. Diversität statt immer derselben Blase. Ethik statt Haifischbecken. Hier zählen keine Fake-Kontakte. Hier zählt Verbindlichkeit. Es geht nicht darum, wer die meisten Follower hat, sondern wer wirklich etwas bewegt. Ameritum ist nicht für jeden und jede. Es ist für diejenigen, die wissen, dass Netzwerken die wichtigste Währung im Business ist.
Wir haben schon einige richtig gute Menschen in diesem Netzwerk zusammengebracht. Ich tue das nicht, um mich selbst ins Rampenlicht zu stellen, sondern weil ich spüre, dass sich jeder Einzelne dort gegenseitig bereichern kann. Und das schönste daran: Wenn man Jahre später erfährt, dass aus diesen Begegnungen Partnerschaften, Freundschaften und sogar große berufliche Erfolge entstanden sind. Das sind die Momente, in denen du merkst, dass Netzwerken nicht nur ein berufliches Werkzeug ist, sondern eine Lebenskunst. Und diese Momente erfüllen dich mit einer tiefen Zufriedenheit, die kein kurzfristiger Erfolg je erreichen könnte.
:devider:
Voneinander lernen!
Anfang April veranstalten wir einen Workshop für Ameritum-Mitglieder: Wir haben einen ehemaligen Elite-Soldaten, einen ehemaligen Bundeswehr-Offizier und Kidnap Rsponse Consultant sowie einen ehemaligen Offizier der Spezialkräfte der Bundeswehr eingeladen, die über Verhandlungstechniken, Krisenmanagement und den Workflow von Elitesoldaten berichten. Daraus können wir alle etwas für unseren Business-Alltag lernen! Wer gerne dabei sein möchte, muss Ameritum-Member werden. Anfragen bearbeite ich persönlich!
Netzwerken! Mit DDIM Kollegen auf dem DDIM Jahreskongress 2024
Fazit: Kein Netzwerk – keine Zukunft!
Ohne ein starkes Netzwerk ist es schwer. Netzwerken ist keine Kür, es ist Pflicht. Aber nicht mit jedem, sondern mit den richtigen Leuten. Wer sich nur auf digitale Plattformen verlässt, wird irgendwann merken, dass er oder sie alleine dasteht. Also: Raus aus der Online-Illusion, rein in echte Beziehungen. Am Ende gewinnt, wer die richtigen Menschen um sich hat. So war es immer. So wird es immer sein!
Es gibt weltweit ca. 1 Milliarde LinkedIn Nutzer. In Deutschland ca. 21 Millionen. Ähnliche Zahlen für XING in DEDabei ist LinkedIn schon ein Marktplatz geworden - wie Ebay, AMAZON, wo die alle möglichen Dienste angeboten werden. Abnehmen, Resilienz-Kurse und tausende von Anbetern für Leadgenerierung, Texter, Grafiker, indische Programmierer. Fehlt nur noch die Partnervermittlung.Und: Dabei geht es laut zu. Ziemlich laut! Sehr laut!Eine Kakophonie der Angebote, Marktschreier, Alles-Mögliche-Versprecher.(Der Begriff Kakophonie oder Kakofonie (von altgriechisch κακός kakós ‚schlecht' und φωνή phōné ‚Laut', ‚Ton', ‚Stimme') bezeichnet in der Musik und Literatur Laute und Geräusche, die besonders hart, unangenehm oder unästhetisch klingen. Das Gegenteil ist die Euphonie. Ameritum!Ameritum steht für Euphonie - Wohlklang, WohllautAmeritum ist KEIN Marktplatz.Auf Ameritum werden KEINE Geschäfte GEMACHT.Auf Ameritum werden Kontakte geknüpft, vernetzt, Geschäfte ANGEBAHNT!Auf Ameritum kommen Member (Individuen und Corporates) mit ausgewiesenen Experts zusammen.Auf Ameritum wird der Horizont erweitert.Auf Ameritum kommen interessierte und neugierige Menschen mit „Real Experts“ zusammen.„Real Experts“: Erfahrene Experts, die etwas zu sagen haben. Die ihre Erfahrung teilen wollen.:devider:Dabei akzeptieren und leben alle den Ameritum Code Of ConductAmeritum ist nicht nur wie ein feiner englischer Klub. Ameritum IST ein feiner Klub an ausgesuchten Menschen.Ich mag das Motto der RITZ-CARLTON Gruppe„At The Ritz-Carlton, “We are Ladies and Gentlemen serving Ladies and Gentlemen.” This motto exemplifies the anticipatory service provided by all staff members.“ Wie in einem Englischen Club geht es um some textVernetzungAustauschGeschäftsanbahnungÜber den eigenen Tellerrand schauenKultiviertKomplett weltoffen Offen für alle Nationalitäten, Kulturen & Religionen - komplett DiversWir laden Dich ein, zu prüfen, ob Du dabei sein willst und kannst:Klich hier. Es gibt weltweit ca. 1 Milliarde LinkedIn Nutzer. In Deutschland ca. 21 Millionen. Ähnliche Zahlen für XING in DEDabei ist LinkedIn schon ein Marktplatz geworden - wie Ebay, AMAZON, wo die alle möglichen Dienste angeboten werden. Abnehmen, Resilienz-Kurse und tausende von Anbetern für Leadgenerierung, Texter, Grafiker, indische Programmierer. Fehlt nur noch die Partnervermittlung.Und: Dabei geht es laut zu. Ziemlich laut! Sehr laut!Eine Kakophonie der Angebote, Marktschreier, Alles-Mögliche-Versprecher.(Der Begriff Kakophonie oder Kakofonie (von altgriechisch κακός kakós ‚schlecht' und φωνή phōné ‚Laut', ‚Ton', ‚Stimme') bezeichnet in der Musik und Literatur Laute und Geräusche, die besonders hart, unangenehm oder unästhetisch klingen. Das Gegenteil ist die Euphonie. Ameritum!Ameritum steht für Euphonie - Wohlklang, WohllautAmeritum ist KEIN Marktplatz.Auf Ameritum werden KEINE Geschäfte GEMACHT.Auf Ameritum werden Kontakte geknüpft, vernetzt, Geschäfte ANGEBAHNT!Auf Ameritum kommen Member (Individuen und Corporates) mit ausgewiesenen Experts zusammen.Auf Ameritum wird der Horizont erweitert.Auf Ameritum kommen interessierte und neugierige Menschen mit „Real Experts“ zusammen.„Real Experts“: Erfahrene Experts, die etwas zu sagen haben. Die ihre Erfahrung teilen wollen.:devider:Dabei akzeptieren und leben alle den Ameritum Code Of ConductAmeritum ist nicht nur wie ein feiner englischer Klub. Ameritum IST ein feiner Klub an ausgesuchten Menschen.Ich mag das Motto der RITZ-CARLTON Gruppe„At The Ritz-Carlton, “We are Ladies and Gentlemen serving Ladies and Gentlemen.” This motto exemplifies the anticipatory service provided by all staff members.“ Wie in einem Englischen Club geht es um some textVernetzungAustauschGeschäftsanbahnungÜber den eigenen Tellerrand schauenKultiviertKomplett weltoffen Offen für alle Nationalitäten, Kulturen & Religionen - komplett DiversWir laden Dich ein, zu prüfen, ob Du dabei sein willst und kannst:Klich hier.
!AYCON Expertentalk mit Susanne Krüger-Lampe
Dieses Mal habe ich Susanne Krüger Lampe interviewt, Interim CHRO mit Schwerpunkt auf Restrukturierung, Transformation und Change. Wir sprechen über Machtstrukturen, Führung, Menschen und Mitbestimmung. Susanne, Du sagst sehr klar: Transformation ist immer eine Machtfrage. Warum wird das in Organisationen so häufig unterschätzt?
Weil die Unterscheidung zwischen formeller und informeller Macht häufig ausgeblendet wird. Formelle Macht ist weiterhin vorhanden, sie ist strukturell verankert und rechtlich legitimiert. Gleichzeitig hat in vielen Organisationen die informelle Macht deutlich an Gewicht gewonnen, weil sie sich an Kultur und Werte eines bestimmten Zeitgeists sowie an soziale Anschlussfähigkeit koppelt.
Das wirkt zunächst progressiv, ist aber ambivalent: Informelle Macht entzieht sich der klaren Steuerung und wird selten offen reflektiert. Statt über Macht zu sprechen, spricht man über Kultur, Purpose oder Zusammenarbeit und verschiebt die eigentlichen Einflussfragen in eine weichere Sprache. Viele Führungskräfte bewegen sich dadurch in einer Fiktion, in der Organisationen als harmonisch steuerbare Systeme erscheinen. Tatsächlich aber zirkuliert Macht permanent zwischen formellen und informellen Ebenen. Wird dieses Spannungsfeld nicht bewusst gemacht, wirkt es im Verborgenen weiter. Viele Führungskräfte würden jetzt sagen: „Wir haben doch klare Strukturen und Verantwortlichkeiten.“ Reicht das nicht aus?
Formale Strukturen sind notwendig, aber sie sind analytisch unzureichend. Sie bilden lediglich die deklarierte Ordnung ab, nicht jedoch die gelebte. In der Praxis existiert parallel dazu ein informelles Geflecht aus Beziehungen, Loyalitäten und Einflusslinien, das häufig wirkmächtiger ist als jede Hierarchie. Entscheidungen werden dort vorbereitet, vorinterpretiert und teilweise bereits entschieden, bevor sie formal getroffen werden. Wer sich ausschließlich am aktuellen Organigramm orientiert, verwechselt Struktur mit Wirkung. Organisationen funktionieren aber nicht als mechanische Systeme. Sie sind soziale Arenen, in denen unterschiedliche Machtverhältnisse wirken. Typische Träger informeller Macht finden sich dabei oft an unerwarteten Stellen: Empfangspersonal etwa, weil es Zugänge steuert und frühzeitig Stimmungen aufnimmt; Assistenzkräfte auf Top-Management-Ebene, weil sie Termine, Informationsflüsse und Prioritäten beeinflussen; oder langjährige Fachkräfte, deren Erfahrungswissen faktisch unverzichtbar ist. Ihre Macht speist sich nicht aus Position, sondern aus Nähe, Wissen und Kontrolle über Schnittstellen. Das klingt fast so, als wäre formelle Macht bedeutungslos geworden.
Sie ist keineswegs bedeutungslos, aber ihre Durchsetzung ist kontingent geworden. Formelle Macht schafft Legitimation und definiert Entscheidungsräume, doch sie ist in ihrer Anwendung sozial eingebettet. Wer sie isoliert ausspielt, erzeugt Widerstand oder zumindest Entkopplung. Informelle Macht hingegen wirkt relational, d. h. sie basiert auf Vertrauen, Reputation und situativer Kompatibilität. In vermeintlich modernen Organisationen verschiebt sich die Wirksamkeit zunehmend in diese informelle Sphäre. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, beide Ebenen zu integrieren. Wer das nicht leistet, verliert entweder an Autorität oder an Einfluss. Was bedeutet das konkret für Transformationen?
Transformationen sind immer Interventionen in bestehende Machtgefüge. Sie destabilisieren etablierte Ordnungen und erzeugen neue Verteilungen von Einfluss. Das bedeutet zwangsläufig, dass Interessen berührt und teilweise verletzt werden. Widerstand ist daher eine normale, systemimmanente Reaktion.
Für Transformationsverantwortliche reicht es deshalb nicht aus, nur das aktuelle Organigramm zu betrachten. Ebenso wichtig ist der Blick in die Vergangenheit: Frühere Organigramme zeigen, welche Bereiche an Einfluss verloren haben, wo es Gewinner und Verlierer gab, welche Personen welche Stationen durchlaufen haben und welche Standorte einmal strategisch bedeutsam waren. Wer die Historie von Organigrammen konsequent analysiert, erkennt die verborgene Grammatik organisationaler Macht. Gleichzeitig greift auch diese Analyse allein zu kurz. Um eine Transformation wirksam zu steuern, sollten die Verantwortlichen zusätzlich ein eigenes „Organigramm der Macht“ entwickeln: eine Darstellung der tatsächlichen Einflussstrukturen jenseits formaler Hierarchien. Darin werden informelle Netzwerke, Schlüsselpersonen und reale Entscheidungswege sichtbar. Erst in der Verbindung aus historischer Struktur und aktueller Machtanalyse entsteht ein belastbares Bild der Organisation. Ein Thema, das du in deinem aktuellen Whitepaper diskutierst, ist Mitbestimmung. Viele sehen sie als Schlüssel für erfolgreiche Transformation. Wie siehst du das?
Mitbestimmung ist ein hochwirksames Instrument, wenn sie präzise eingesetzt wird. Problematisch wird sie dort, wo sie ideologisch überhöht wird. Nicht jede Entscheidung ist geeignet für kollektive Aushandlung. Organisationen benötigen klare Setzungen ebenso wie partizipative Elemente. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen dem „Ob“ und dem „Wie“. Wird diese Differenz verwischt, entsteht entweder Scheinbeteiligung oder Entscheidungsunfähigkeit. Gute Mitbestimmung erhöht die Qualität von Entscheidungen, schlechte Mitbestimmung unterminiert sie.
Viele sagen, man müsse einfach früh und transparent kommunizieren.
Das greift zu kurz. Kommunikation ist kein Wert an sich, sondern ein Instrument der Steuerung. Ihre Wirkung hängt vom Kontext, vom Timing und von den beteiligten Akteuren ab. Informationen entfalten Eigendynamiken, sobald sie in Umlauf gebracht werden. Sie werden interpretiert, umgedeutet und strategisch genutzt. Deshalb ist die Frage nicht, ob man kommuniziert, sondern wie, wann und mit wem. Eine undifferenzierte Transparenz kann ebenso schädlich sein wie Intransparenz.
Kannst du das konkretisieren?
Fehlt Kommunikation, entstehen schnell Gerüchte und Unsicherheit, etwa wenn Restrukturierungen inoffiziell durchsickern und Widerstand entsteht, bevor überhaupt Klarheit besteht. In solchen Situationen füllen informelle Netzwerke das Informationsvakuum, häufig mit verzerrten oder zugespitzten Deutungen, die sich kaum noch einfangen lassen.
Wird hingegen zu früh oder zu umfassend informiert, kippt die Dynamik in Selbstschutz: Betroffene sichern Positionen, halten Wissen zurück oder blockieren Veränderungen aktiv. Projekte werden dann schleichend unterlaufen, bis ihre Umsetzung faktisch unmöglich wird und die Transformation schon im Keim erstickt. Wo siehst du die Rolle von HR bei Transformation?
HR besitzt eine besondere Position, weil es strukturelle, kulturelle und politische Dimensionen gleichzeitig überblicken kann. Dennoch wird diese Rolle häufig unterschätzt oder nicht konsequent genutzt. Wenn HR nicht auf C-Level eingebunden ist, fehlen genau diese Perspektiven in der Entscheidungsfindung. Das offenbart sich dann schnell in Maßnahmen, die kurzfristig plausibel erscheinen, langfristig jedoch Instabilität erzeugen. HR muss sich daher vom reaktiven Dienstleister zum strategischen Akteur entwickeln. Das bedeutet auch, Macht zu analysieren und aktiv zu gestalten. Zum Abschluss: Was ist der größte Fehler in Transformationen?
Einer der größten Fehler ist die Verweigerung gegenüber der Machtfrage. Viele Führungskräfte bevorzugen eine rationalisierte Sicht auf Organisationen, weil sie handhabbarer erscheint. Doch diese Sicht blendet zentrale Dynamiken aus. Macht verschwindet nicht, wenn man sie ignoriert, sie verlagert sich in den informellen Raum. Dort entzieht sie sich der Steuerung und wirkt umso stärker. Transformation scheitert häufiger als angenommen an einer mangelhaften Strategie und der damit einhergehenden fehlenden Auseinandersetzung mit den realen Kräften im System. Und dein wichtigster Rat?
Nehmen Sie Macht als analytische Kategorie ernst. Wenn Sie die Machtstrukturen erkennen, können Sie Transformation bewusst gestalten, statt von ihr überrascht zu werden. Es geht darum, Interessen sichtbar zu machen, Dynamiken zu antizipieren und gezielt zu intervenieren. Diese Kompetenz ist für mich die absolute Voraussetzung für wirksame Führung. Wer sie entwickelt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, Transformation erfolgreich umzusetzen. About
Susanne Krüger-Lampe ist Expertin für die Neuausrichtung administrativer HR-Abteilungen. Ihr Schwerpunkt liegt auf Restrukturierung, Transformation und Change – besonders in herausfordernden Führungssituationen. Ihre Erfahrung zeigt: Veränderungen müssen nicht weichgespült, sondern klar gestaltet werden. Ihr Ansatz lautet: unangenehme Entscheidungen verständlich machen und wirksam umsetzen. Mehr Infos: www.krueger-lampe.de
*
Minuten
!AYCON Expertentalk mit Susanne Krüger-Lampe
Transformation ist immer eine Machtfrage.
Warum wird das in Organisationen so häufig unterschätzt?
ALL EYES ON: ULVI AYDIN, INTERNATIONAL TÄTIGER INTERIM MANAGERWir befinden uns in einer Zeit, in der sich Unternehmen stetig verändern und verbessern müssen. Wie geht es voran, wenn die Organisation den Change nicht aus eigener Kraft stemmen kann? Die Antwort heißt Interim Management.Eine Ikone in diesem Bereich ist Ulvi Aydin. Der Premium Executive Interim Manager, Unternehmensentwickler, Beirat und Buchautor blickt mittlerweile auf 35 Jahre Erfahrung in Handel und Industrie zurück. Mit Aycon, seinem Unternehmen, ist er international bei mittelständischen Unternehmen und Konzernen im Einsatz und hilft, sie wieder auf einen nachhaltig wirtschaftlichen Kurs zu bringen. Im Interview spricht er über seine Erfahrung und seine Tätigkeit.SIE SIND JA JETZT SEIT ÜBER 21 JAHREN INTERIM MANAGER. WAS IST IHRE AUSRICHTUNG?Ich habe drei „Fields of Expertise“.Going-to-Market-StrategienRestrukturierungVakanz-ÜberbrückungBei Going-to-Market-Strategien geht es um die Entwicklung von schnell wirkenden Maßnahmen zu Umsatzsteigerung, Erhöhung des Absatzes, Abbau von Lagerbeständen, etc. Wenn ich gerufen werde, stapeln sich oft die Probleme und / oder es gibt einen Entscheidungsstau. Ich muss in der Regel Konzepte entwickeln, die innerhalb von sehr wenigen Wochen tatsächlich umgesetzt werden.Turn-Around bedeutet – allgemein gesprochen – einen Schwung zu etwas Besserem.Eine Wende, weil die neue Richtung bessere Resultate verspricht. Ein Turn-Around ist nicht so sehr tief gehend undgrundsätzlich wie eine Restrukturierung.Ein Strukturwandel – also eine „echte“ Restrukturierung – bedeutet eine wirklich wesentliche, umfassende und eineweitreichende Änderung.Die Restrukturierung ist in der Regel „brutaler“, tiergehender, umfassender und auch schmerzhafter ist als ein Turn-Around.Restrukturierung ist in einem Unternehmen die grundsätzliche, die grundlegende Veränderung in der Ausrichtung und in den Prozessen!Es ist eine wesentliche (Ver-)Änderung aller Abläufe. Aller!Bei der Restrukturierung geht es um z.B. Abwendung von Insolvenzen. Bei einer Restrukturierung ist „echt schnelles Handelns angesagt. Ich will hier mal den Unterschied beschreiben – da gibt es oft Verwirrungen – was die Unterschiede zwischen Veränderungs-Management, Restrukturierung und Turn-Around sind: Veränderungsmanagement – oder Change Management (CM) – ist die Gesamtheit aller Aufgaben, Maßnahmen, Tätigkeiten und Entscheidungen, zur einer tief gehenden, umfassenden, bereichsübergreifenden und inhaltlich weitreichenden Veränderung. Das Ziel ist die Umsetzung neuer Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen in einem Unternehmen.Die Erwartung ist immer dieselbe: Überleben! Verlust abbauen, Gewinn machen, langfristig aus der Sackgasse rauskommen. Nicht mehr „hinten“ sein – sondern „vorne“ mitspielen. Nicht mehr reagieren, sondern agieren. Das Heft des Handelns wieder in die Hand nehmen.Change Management kann bedeuten, eine Restrukturierung zu managen – oder auch einen Turn-Around.ÄNDERT SICH DAS MANDAT UND ÄNDERN SICH DIE AUFGABEN, NACHDEM SIE GESTARTET SIND?Sehr gute Frage! Ja! Faktisch immer. Die Anamnese zeigt nach maximal drei Tagen, dass die „Probleme“ fast immer anders oder andere sind bzw. dass viel mehr als ursprünglich gedacht ineinander greift. Dann und da muss ich den Gesellschaftern und dem Management darstellen, wo die Probleme wirklich liegenund was wann zu tun ist.WERDEN IHRE VORSCHLÄGE AKZEPTIERT?In der Regel immer. Es ist wie bei einem Patienten und bei einem Arzt: Der Patient ist immer froh, wenn er eine Expertensicht von außen erhält, also eine objektive, unabhängige Sicht und konkrete Vorschläge. Denn das bedeutet Vorschläge ohne 20 Konferenzen und zig Workshops.HILFT IHNEN DABEI IHRE ERFAHRUNG?Absolut! Mit der Erfahrung aus den mehr als 20 Mandaten kann ich schnell erkennen, „wo der Hund begraben liegt“. Es gilt hier der absolut wahre Satz: „You don’t pay me for the few hours I needed to accomplish the job. You pay me for my 30 years of experience that made me an expert being able to do the job in that short time!“
*
Minuten
Ulvi I. AYDIN im Gespräch mit der SABS
ALL EYES ON: ULVI AYDIN, INTERNATIONAL TÄTIGER INTERIM MANAGER
Disruptiere dich selbst, bevor du disruptiert wirst.Die meisten Menschen - und dmit auch sehr viele Unternehmen - haben Angst vor Veränderung.Sie hoffen, dass ihr Geschäftsmodell weiter funktioniert.Dass ihre Erfahrung sie schützt.Dass der Markt sich schon irgendwie anpasst.Doch genau das ist gefährlich.Denn die größte Gefahr ist nicht die Veränderung selbst.Die größte Gefahr ist Stillstand.Kodak hat die Digitalkamera erfunden — und trotzdem die digitale Revolution verschlafen.Warum?Weil das bestehende Geschäft zu profitabel war.Weil man am Alten festhielt.Das Ergebnis kennen wir alle.Oder Quelle.Der legendäre Quelle-Katalog lag einst millionenfach in deutschen Haushalten. In Spitzenzeiten hatte er eine Auflage von rund 8 bis 9 Millionen Exemplaren.Quelle war Marktführer.Eine Institution.Doch während Amazon den Onlinehandel neu definierte, glaubte man weiterhin an Papier, Prozesse und alte Gewissheiten.Größe schützt nicht vor Bedeutungslosigkeit.Wer heute nicht bereit ist, sich selbst zu hinterfragen, wird morgen vom Markt hinterfragt.Wer sich nicht selbst neu erfindet, wird ersetzt.Von mutigeren Menschen.Von schnelleren Unternehmen.Von Technologien, die keine Rücksicht auf Gewohnheiten nehmen.Disruption passiert nicht irgendwann.Sie passiert jeden Tag.KI verändert Berufe.Neue Plattformen verändern ganze Branchen.Kunden verändern ihr Verhalten schneller als jemals zuvor.:devider:Und trotzdem klammern sich viele an alte Prozesse, alte Denkweisen und alte Sicherheiten.Aber Sicherheit ist oft nur eine Illusion.Die Wahrheit ist:Du hast zwei Möglichkeiten.Entweder du wirst Opfer der Veränderung.Oder du wirst ihr Treiber.Sei kein Zuschauer.Sei Täter.Sei Macher.Stelle alles in Frage.Dein Geschäftsmodell.Deine Routinen.Deine Meetings.Deine Produkte.Deine Überzeugungen.Vor allem aber:Stelle dich selbst in Frage.Wann hast du das letzte Mal bewusst etwas verlernt?Wann hast du das letzte Mal eine unbequeme Entscheidung getroffen?Wann hast du das letzte Mal etwas getan, das dich wirklich herausfordert?Wachstum beginnt dort, wo Bequemlichkeit endet.Die erfolgreichsten Menschen und Unternehmen warten nicht darauf, dass der Druck von außen kommt.Sie erzeugen ihn selbst.Sie verändern sich, bevor sie müssen.Sie greifen ihr eigenes Geschäftsmodell an, bevor es andere tun.Die Zukunft gehört nicht den Größten.Sondern denen, die bereit sind, sich immer wieder neu zu erfinden.Disruptiere dich selbst.Bevor es jemand anderes tut.
*
Minuten
Das QUELLE und das KODAK Symptom!
Disruption passiert nicht irgendwann. Sie passiert jeden Tag.
Und trotzdem klammern sich viele an alte Prozesse, alte Denkweisen und alte Sicherheiten.
Fünf Begriffe. Ein Problem: Kaum jemand versteht den Unterschied.In deutschen Unternehmen gibt es inzwischen fünf Begriffe, die regelmäßig wild durcheinander geworfen werden:Transformation.Turnaround.Change Management.Restrukturierung.Sanierung.Und spätestens seit jeder zweite Berater „Transformationsexperte“ in seinem LinkedIn-Profil stehen hat, klingt plötzlich selbst der Austausch der Kaffeemaschine nach strategischer Neuausrichtung.Dabei reden wir über komplett unterschiedliche Dinge.Hier die Realität:1. Change ManagementDas ist der weicheste Begriff von allen.Es geht darum, Veränderungen in Organisationen zu begleiten:neue Prozesseneue Systemeneue Rollenneue Kulturneue FührungsmodelleKurz gesagt:Das Unternehmen funktioniert grundsätzlich noch.Die Menschen sollen nur lernen, anders zu arbeiten.Das größte Problem ist hier meist nicht Liquidität, sondern Akzeptanz.Viele verwechseln das schon mit Krise.Ist es aber nicht.—2. TransformationTransformation ist größer als Change Management.Hier verändert sich nicht nur das Verhalten oder die Organisation, sondern das Geschäftsmodell, die strategische Ausrichtung oder die gesamte Wertschöpfung.Beispiele:vom Produktanbieter zur Plattformvon analog zu digitalvon klassischer Fertigung zu datengetriebenen Servicesneue Märkteneue Technologienneue GeschäftslogikTransformation bedeutet:Das Unternehmen will künftig anders Geld verdienen als bisher.Und genau deshalb ist Transformation gefährlich, wenn sie nur aus Buzzwords besteht.Denn viele Unternehmen nennen inzwischen alles „Transformation“:SAP-Einführung = Transformationneues Organigramm = TransformationHomeoffice-Regelung = TransformationNein.Nicht jede Veränderung ist Transformation.Manchmal ist es einfach nur ein neues Prozesshandbuch mit teurer Beratung daneben.—3. RestrukturierungJetzt wird es operativ.Hier geht es darum, ein Unternehmen strukturell neu aufzustellen:Kosten runterProzesse effizienterHierarchien verschlankenGeschäftsfelder bereinigenOrganisation neu ausrichtenEine Restrukturierung kann präventiv sein.Sie muss nicht bedeuten, dass das Unternehmen kurz vor der Insolvenz steht.Gute Unternehmer restrukturieren, BEVOR die Bank nervös wird.Schlechte Unternehmer machen noch drei Strategieworkshops über „Vision & Purpose“ und wundern sich später über gebrochene Covenants.—4. SanierungJetzt reden wir über eine echte Krise.Liquidität ist knapp.Banken verlieren Vertrauen.Lieferanten werden nervös.Gesellschafter diskutieren hektisch.Und plötzlich entdecken alle ihre Liebe zu Excel-Tabellen.Sanierung bedeutet:Das Unternehmen muss wirtschaftlich überlebensfähig gemacht werden.Das ist keine PowerPoint-Übung mehr.Das ist harte Realität:Cash sichernFinanzierung stabilisierenVerluste stoppenStrukturen radikal anpassenmanchmal auch Management austauschenHier geht es nicht mehr um „New Work“.Hier geht es um Überleben.—5. TurnaroundUnd jetzt kommt der Begriff, den besonders viele falsch benutzen.Turnaround ist NICHT die Analyse.NICHT der Workshop.NICHT die Strategiepräsentation.Turnaround ist das Ergebnis.Ein Unternehmen dreht von negativ auf positiv.Von Verlust auf Profitabilität.Von Krise auf Zukunftsfähigkeit.Der Turnaround passiert also NACH erfolgreicher Restrukturierung oder Sanierung.Wer mitten im Chaos schon vom „erfolgreichen Turnaround“ spricht, verkauft oft Hoffnung im Premium-Design.—Deshalb sollte man sauber unterscheiden:Change Management = Veränderung begleitenTransformation = Geschäftsmodell oder strategische Logik verändernRestrukturierung = Unternehmen operativ neu ordnenSanierung = Existenz sichernTurnaround = die Wende tatsächlich schaffenEigentlich nicht kompliziert.Trotzdem werfen viele alles in einen Topf.Wahrscheinlich, weil sich „Chief Transformation Officer“ auf LinkedIn spektakulärer anhört als:„Wir haben unsere Kosten jahrelang ignoriert und müssen jetzt dringend handeln.“
*
Minuten
Nicht jedes Problem ist Transformation. Manche sind einfach schlecht gemanagt!
Die Anschaffung einer neuen Kaffeemaschine mit Mitarbeiterbeteiligung ist noch (lange) keine Transformation!
Wenn Sie auf "Alle Cookies akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu, um die Navigation auf der Website zu verbessern, die Nutzung der Website zu analysieren und unsere Marketingmaßnahmen zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.